"Dollar leckt nach drastischen Kursverlusten seine Wunden"
Euro gibt leicht nach

Am Dienstag wird die US-Notenbank Fed nach Meinung von Experten die Zinsen erhöhen. Bis dahin dürfte es zu keinen heftigen Kursschwankungen bei Euro und Dollar kommen.

HB FRANKFURT. Der Euro hat nach seinem Kursanstieg von über zwei Cent am Freitag zu Wochenbeginn zum Dollar etwas nachgegeben. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed erwarten Händler nur eine sehr enge Handelsspanne bei Euro/Dollar.

Der Euro lag am Montagvormittag bei 1,2260 Dollar nach einem Schlusskurs von 1,2271 Dollar am Freitag in New York. „Der Dollar leckt nach den drastischen Kursverlusten nun seine Wunden“, sagte ein Händler in Anspielung auf den Kursverfall der amerikanischen Währung am Freitag nach den US-Arbeitsmarktdaten. Für den Handelstag rechnete der Devisenhändler angesichts der turnusmäßigen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) am Dienstag, bei der Experten eine Anhebung des US-Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,50 % erwarten, mit einem ruhigen Geschäft in einer engen Handelsspanne. „Nach so einer drastischen Kursbewegung folgt normalerweise ein ruhiger Tag. Außerdem steht am Dienstag die Fed-Sitzung an“, sagte er.

Der Dollar war am Freitag nach einem überraschend geringen Beschäftigungszuwachs auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt im Juli zum Euro deutlich eingebrochen. Zweifel an der Dynamik der US-Wirtschaft sowie Spekulationen über eine Verlangsamung der erwarteten Zinserhöhungen in den USA hatten den Dollar unter Druck gesetzt und den Euro mit 1,2280 Dollar auf den höchsten Stand seit drei Wochen ansteigen lassen.

„Der Fokus liegt eindeutig auf der morgigen FOMC-Sitzung und sie werden den Zins wahrscheinlich um 25 Basispunkte anheben“, sagte Umberto Alvisi, Devisenstratege bei CSFB. „Jedoch haben die Arbeitsmarktdaten Zweifel aufkommen lassen, ob sie auch im September die Zinsen anheben werden“, fügte er hinzu.

Die US-Notenbank Fed wird am Dienstag nach Einschätzung von Analysten auch nach den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten den Geldmarkt-Schlüsselzins um einen viertel Prozentpunkt auf 1,50 % erhöhen. Allerdings wollten einige Analysten nun nicht mehr ausschließen, dass die Fed die Zinszügel in diesem Jahr nicht so stark straffen könnte wie bisher signalisiert. Bislang gingen die meisten Experten von einem Leitzins bis Jahresende von 2,00 % aus. Zum Schweizer Franken konnte der Dollar zu Wochenbeginn ebenfalls wieder leicht auf 1,2540 Franken zulegen nach einem Schlusskurs von 1,2507 Franken am Freitag.

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