Dollar markiert 2-Jahreshoch zum Yen
Euro auf Talfahrt

Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA hat am Dienstag an den Devisenmärkten die Nachfrage nach dem Dollar angeheizt. Zum japanischen Yen kletterte die US-Währung auf den höchsten Stand seit rund zwei Jahren.

HB FRANKFURT. „Die jüngsten Preisdaten, die verstärkten Inflationsdruck signalisieren, halten die Zinsanhebungsfantasie am Leben und haben zu einem deutlichen Stimmungswechsel zu Gunsten des Dollar geführt“, sagte Dorothea Huttanus, Devisen-Analystin bei der DZ Bank. Die Hauptmotivation für die positive Dollar-Grundstimmung an den Märkten liege im sich stetig ausweitenden Zinsvorsprung zu Gunsten der US-Währung, ergänzte HVB-Analyst Armin Mekelburg.

Der Euro kostete am Nachmittag 1,1930 Dollar und damit knapp einen Cent weniger als am Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte den Referenzkurs mit 1,1937 (Montag 1,2022) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,1944 (1,2032) Dollar ermittelt.

Die Erzeugerpreise in den USA kletterten im September zum Vormonat um 1,9 Prozent und damit so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich einen Anstieg von 1,1 Prozent prognostiziert. „Damit einhergehende Erwartungen steigender US-Leitzinsen liefern dem US-Dollar Unterstützung“, sagte Ulrich Wortberg, Analyst bei Helaba Trust. Neben den Inflationsdaten, die eine Fortsetzung der Zinsanhebungspolitik der US-Notenbank (Fed) erwarten lassen, sorgte auch ein überraschend starker Nettokapitalzufluss in die USA für Nachfrage nach Dollar. Das US-Finanzministerium bezifferte den Netto-Kapitalzufluss in die größte Volkswirtschaft der Welt im August auf 91,3 Milliarden Dollar, nach revidiert 87,5 Milliarden Dollar im Juli. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Zufluss von 65,0 Milliarden Dollar veranschlagt.

Zum japanischen Yen baute der Dollar seine Vortagesgewinne aus und markierte mit 115,94 Yen den höchsten Stand seit rund zwei Jahren. Händler führten die Nachfrage nach Dollar auf die Aussicht weiter steigender Zinsen in den USA sowie das große Interesse japanischer Anleger nach höher rentierenden ausländischen Anleihen zurück. Zum Schweizer Franken legte der Dollar auf 1,3030 Franken zu nach 1,2923 Franken am Vortag.

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