Dollar-Schwäche
Ölpreis steigt auf Sechsmonatshoch

Der Ölpreis nimmt Kurs auf neue Höhen. Die Schwäche des Dollars und niedrige Lagerbestände treiben WTI-Öl auf den höchsten Stand seit Anfang Mai. Europäisches Brentöl ist sogar noch teurer.
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HB DÜSSELDORF. Der neuerliche Schwächeanfall des Dollars hat den Ölpreis am Donnerstag um mehr als ein Prozent in die Höhe getrieben. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete mit bis zu 85,86 Dollar so viel wie seit Anfang Mai nicht mehr. Das Nordsee-Öl Brent verteuerte sich auf bis zu 87,43 Dollar und markierte ebenfalls ein Sechs-Monats-Hoch.

Die Kursgewinne seien eine Folge der am Mittwoch von der US- Notenbank beschlossenen Staatsanleihenkäufe in Gesamtwert von 600 Milliarden Dollar, sagten Händler. Die Käufe sollen bis zum Ende des zweiten Quartals 2011 durchgeführt werden, woraus sich eine monatliche Summe von rund 75 Milliarden Dollar ergibt. Die jüngste Schwäche des Dollar dürfte nach der Entscheidung anhalten, erwarten Experten. Dies sollte auch die Ölpreise weiter stützen.

"Während der Dollar weiter schwächeln wird, werden die in Dollar ausgewiesenen Rohstoffpreise weiter anziehen", sagte Ben Westmore, Volkswirt für die Bereiche Rohstoffe und Energie bei der National Australia Bank, der Nachrichtenagentur Bloomberg."

Bereits im Vorfeld der Fed-Entscheidung hatte der Ölpreis zugelegt, weil neue Daten zu Lagerbeständen in den USA überraschend niedrig ausgefallen waren. Die Vorräte an Rohöl, Benzin und Destillaten waren nach Angaben des American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche deutlich gesunken.

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