Dollar weiter unter Druck
Händler erwarten weiteren Euro-Anstieg

Der Greenback und der japanische Yen werden nach den Anschlägen in Istanbul massiv verkauft.

HB FRANKFURT. Der Euro zog entsprechend im asiatischen Handel in der Spitze auf 1,1845 Dollar an, bröckelte im frühen europäischen Geschäft aber wieder auf Kurse knapp über 1,18 Dollar ab, womit er rund 0,3 US-Cent über dem New Yorker Freitagsschluss notierte. Händler rechneten mit weiteren Kursgewinnen des Euro, sahen bei 1,1850 Dollar aber eine technische und psychologische Hürde. Zum Yen kletterte der Dollar indes auf 109,45 Yen von 108,30 Yen zum Handelsschluss in New York am Freitag.

Einer in London erscheinenden arabischen Zeitung zufolge hat sich zu den Selbstmordanschlägen in der Türkei dieselbe El-Kaida-Gruppe bekannt wie zu dem Attentat auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad im August. In einem Bekennerschreiben, das der Zeitung „El Kuds el Arabi“ per E-Mail zugesandt wurde, droht die Gruppe, die sich Brigaden des Märtyrers Abu Hafs el Masri nennt, mit weiteren Anschlägen „vor allem in Großbritannien, Italien, Australien und Japan“ - enge Verbündete der USA im Irak-Krieg. In Tokio brachen die Aktienkurse um 3,7 Prozent ein, in Europa begannen die Aktienmärkte mit Abschlägen von bis zu gut zwei Prozent. Schon in der vergangenen Woche hatten Anschläge in der saudiarabischen Hauptstadt Riad und die unsichere Lage im Irak den Dollar unter Druck gebracht. Händler fürchten, dass eine Eskalation im Nahen Osten letztlich auch die US-Wirtschaft belasten wird.

Seite 1:

Händler erwarten weiteren Euro-Anstieg

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%