Dollaranstieg belastet
Gold fällt unter 400 Dollar

Spekulationen über ein nahendes Ende der US-Niedrigzinsperiode haben Gold am Donnerstag unter 400 Dollar sacken lassen. Seit dem Anfang Dezember 2003 einsetzenden Gold-Höhenflug war die 400-Dollar-Marke nicht unterschritten worden. Entwicklungen im Zusammenhang mit einem neuen Goldabkommen der Zentralbanken spielten dabei Händlern zufolge keine Rolle.

HB LONDON. Die US-Notenbank Fed habe mit ihrem geldpolitischen Ausblick Gold den Wind aus den Segeln genommen, so ein Händler. Obwohl die Fed am Vorabend die Zinsen unverändert tief beliess, löste sie mit einer neuen Formulierung an den Finanzmärkten Spekulationen über ein früher als erwarteten Zinsanstieg aus, was den Dollarkurs stärkte. Das in der US-Devise gehandelte Gold verteuert sich damit für Anleger in anderen Währungen. Der Goldpreis fiel so im Gegenzug mit dem Dollaranstieg. Für den Markt wichtiger sei jedoch das G7-Treffen Anfang Februar, so ein Händler. Dieses sei für die längerfristige Währungsentwicklungen entscheidender.

Kaum Auswirkungen hatten Pläne der Deutschen Bundesbank, unter einem neuen Goldabkommen der Zentralbanken insgesamt 600 Tonnen Gold in fünf Jahren zu verkaufen. Die Bundesbank sprach sich zudem für den Abschluss eines erneuten Goldabkommens für die Jahre 2004 bis 2009 aus, das den Zentralbanken Goldverkäufe in einer Gesamthöhe von 2000 Tonnen über fünf Jahre ermöglichen soll. Diese Menge entspricht dem bestehenden Abkommen.

Die Feinunze Gold notierte zum Ende des europäischen Handels bei 396,90/397,65 Dollar nach 411,30/411,90 Dollar zum Vorabendschluss. Das Nachmittags-Fixing in London war Gold noch bei 405,70 Dollar erfolgt. Am Vormittag war Gold auf 410,15 Dollar gefixt worden, nach 411,00 Dollar am Mittwochnachmittag. Der Gold-Kilopreis wurde von einer Schweizer Grossbank mit 16 038/16 288 (Vorabend 16 368/16 618) sfr genannt.

Silber gab ebenfalls markant nach und fiel auf 6,14/6,16 Dollar von 6,54/6,56 Dollar zum Vorabendschluss.

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