Dollarkurs sinkt
Ölpreis nähert sich der 50-Dollar-Marke

Der Ölpreis ist am Freitag an den Fernost-Märkten weiter gestiegen und nähert sich der Marke von 50 Dollar je Barrel (159-Liter-Fass). Sorgen über die Auswirkung des hohen Ölpreises auf die US-Wirtschaft drückten den Kurs des US-Dollar. Auch die fernöstlichen Aktienmärkte tendierten überwiegend schwächer.

HB SINGAPUR. Der Preis für US-Leichtöl stieg an den Fernostmärkten bis auf ein Rekordhoch von 48,98 Dollar je Barrel. Gegen 8.00 Uhr MESZ kostete US-Leichtöl 48,79 Dollar je Barrel. Auch der Preis für die marktführende Nordseesorte Brent kletterte im asiatischen Handel auf einen neuen Rekordstand von 44,50 Dollar. Händler führten die erneute Verteuerung des Öls unter anderem auf die jüngsten Zwischenfälle im Irak zurück. In Bagdad war am Donnerstag eine Granate auf dem Dach der US-Botschaft eingeschlagen. Zwei Beschäftigte wurden leicht verletzt. Sorgen über mögliche Anschläge auf die irakische Öl-Infrastruktur hätten nach wie vor preistreibend gewirkt, sagten Händler.

Der Euro zeigte sich etwas fester. Die Gemeinschaftswährung notierte im Fernost-Handel mit 1,2375/80 Dollar, verglichen mit 1,2366/72 Dollar zuletzt in New York. Der Dollar gab deutlich gegenüber dem Yen nach. Die US-Währung fiel auf 109,02/06 Yen von 109,36/41 Yen beim Vortagsschluss in New York. Der Dollarkurs wurde Händlern zufolge durch die Sorgen gedrückt, dass der hohe Ölpreis das Wirtschaftswachstum in den USA deutlich bremsen könnte. Außerdem habe der Yen von den jüngsten positiven japanischen Konjunkturdaten profitiert. Der japanische Dienstleistungssektor legte nach den jüngsten Statistiken der Regierung stärker als erwartet zu.

Die Tokioter Börse schloss uneinheitlich. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel zwar 0,13 Prozent auf 10 889 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gewann aber 0,21 Prozent auf 1 109 Zähler. Es gebe zwar Sorgen, dass die hohen Ölpreise die Unternehmensgewinne drücken würden, sagten Händler. Die Möglichkeit, dass der Ölpreis die 50-Dollar-Marke erreiche, sei aber in den Kursen der meisten japanischen Aktien bereits berücksichtigt.

Der anhaltend steigende Ölpreis hatte am Donnerstag die Wall Street belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte 0,42 Prozent niedriger mit rund 10 040 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P 500 war 0,36 Prozent auf etwa 1 091 Zähler gesunken. Der Index der Technologiebörse Nasdaq hatte 0,63 Prozent auf rund 1 819 Punkte nachgegeben.

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