Dollarschwäche beflügelt zusätzlich
Gold peilt Marke von 400 Dollar an

Gold hat zum ersten Mal seit sieben Jahren über 391 Dollar notiert. Analysten erwarten nun, dass das Edelmetall die Marke von 400 Dollar anpeilt - einer Hürde die seit Mai 1996 nicht mehr genommen worden ist.

HB LONDON. Gold profitiere unter anderem von der überraschenden Einigung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) vom Vortag, ihre Fördermenge zu drosseln, hiess es. Die Aktienmärkte waren in der Folge unter Druck gekommen, da durch die steigenden Ölpreise der Aufschwung in den USA gefährdet werden könnte. Zudem werden steigende Ölpreise generell als früher Indikator für eine Inflation gesehen.

Ausserdem verlieh ein schwacher Dollar dem Edelmetall zusätzlichen Auftrieb. Dadurch wird das in der US-Devise für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger. „Wir haben die wichtige Marke von 388 Dollar genommen, und wir können jetzt höher gehen - auf die 400 Dollar zu“, so ein Goldanalyst.

Im Verlauf des Vormittags legte die Feinunze Gold in Europa auf 391,50/392,80 Dollar zu; bis gegen 12.00 Uhr notierte das gelbe Metall auf 391,50/392,20 Dollar. Am Vorabend hatte Gold in Europa noch für 385,05/385,75 Dollar die Hand gewechselt. In London wurde Gold am Vormittag auf 391,85 Dollar gefixt, nach 385,00 Dollar am Mittwochnachmittag.

Seit Mitte Juli hat Gold mehr als 14 Prozent zugelegt. Das als sichere Anlage geltende Edelmetall werde von der als unsicher eingeschätzten geopolitischen Lage im Mittleren Osten wie auch von der Dollarschwäche beflügelt, hiess es unter Händlern.

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