Dreieinhalb-Monats-Tief
Euro fällt weiter

Hoffnungen der Anleger auf einen Konjunkturaufschwung in den USA haben am Dienstag dem US-Dollar weiter Auftrieb gegeben und den Euro belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Morgen sogar unter 1,11 Dollar.

Reuters FRANKFURT. „An den Märkten wird momentan einfach eine deutliche Konjunkturerholung in den USA gespielt und das hilft dem Dollar“, sagte Rainer Sartories, Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt. Der Euro hat im frühen Nachmittagshandel in Europa seine Talfahrt zum Dollar beschleunigt und ist zeitweise unter 1,1060 Dollar gerutscht. Gegen 14.15 Uhr wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1063 Dollar gehandelt.

Als „Worst Case“ sieht der Händler Abwärtspotenzial bis 1,0800 Dollar, eine recht gute Unterstützung liegen sollte. Wenn diese Marke unterschritten werde, könnte die Bewegung zum Selbstläufer werden.

In der vergangenen Woche hatte eine Reihe von Konjunkturindikatoren eine deutliche Belebung der US-Wirtschaft signalisiert. In der Europäischen Union wird dagegen nur eine schleppende Konjunkturerholung erwartet.

Mit Spannung warten die Marktteilnehmer deshalb auf weitere Hinweise auf die Entwicklung der Wirtschaft in den USA und Europa. Am Nachmittag steht der Index des US-Verbrauchervertrauens der Universität Michigan an.

Der ZEW-Index spiegelt die Erwartungen von Analysten und institutionellen Anlegern für die wirtschaftlichen Aussichten in Deutschland in den kommenden sechs Monaten wider. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Anstieg des Index auf 47 Punkte im August nach 41,9 Punkten im Juli. Der Michigan-Index ist ein Barometer für die Stimmung und das zukünftige Kaufverhalten der US-Verbraucher.

Händler sagten, dass der Fall des Euro unter die Marke von 1,1550 Dollar sie beunruhige und die Gemeinschaftswährung weiter unter Druck geraten könnte, falls die Konjunkturdaten für die Euro-Zone schwach ausfielen.

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