Dreimonatstief
Euro fällt erheblich

Nach dem Drei-Monats-Tief am Mittwoch, ist der Euro am Freitag noch weiter gefallen und ist derzeit auf dem tiefsten Stand seit Mitte Februar. Die Schwäche des Euro dürfte der EZB nicht ungelegen kommen.
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FrankfurtDer Euro hat am Freitag weiter nachgegeben. Mit 1,3616 US-Dollar fiel die Gemeinschaftswährung zeitweise auf den tiefsten Stand seit Mitte Februar. Am späten Nachmittag stand sie geringfügig erholt bei 1,3635 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3630 (Donnerstag: 1,3668) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7337 (0,7316) Euro.

Unter Druck geriet der Euro vor dem Wochenende, weil die deutschen Unternehmen nicht mehr ganz so zuversichtlich in die Zukunft blicken. Das vom Münchner Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima war im Mai stärker zurückgegangen als erwartet. Bankvolkswirte sahen jedoch wenig Grund zur Sorge: Zwar werde die deutsche Wirtschaft ihr hohes Wachstumstempo vom Jahresstart nicht halten können, sagte Ing-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Die Volkswirte von der NordLB rechnen für das Gesamtjahr aber mit einem robusten Wachstum von etwa zwei Prozent.

Dass der Euro in den letzten Wochen wieder zur Schwäche neigt, dürfte der EZB alles andere als ungelegen kommen. Ihr bereitet der vergleichsweise starke Euro schon seit langem Kopfzerbrechen, weil er die ohnehin schwache Inflation über günstigere Einfuhren zusätzlich drückt. Ein schwächerer Euro nimmt damit etwas Druck von der Notenbank. Allerdings zweifelt mittlerweile kaum ein Analyst daran, dass die Notenbank ihre Geldpolitik bald weiter lockern wird. Zu stark sind die Signale, die ranghohe EZB-Vertreter seit Tagen aussenden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80935 (0,81040) britische Pfund, 138,92 (138,96) japanische Yen und 1,2210 (1,2215) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1291,50 (1298,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 010,00 (29 900,00) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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