Druck vom Terminmarkt
Goldpreis bricht ein

Der US-Haushaltsstreit drückt nun auch auf den Goldpreis. Das Edelmetall brach ein Dienstag stark ein. Viele Anleger scheinen davon auf dem falschen Fuß erwischt worden zu sein.
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FrankfurtÜber den Terminmarkt sind die Preise für Gold und Silber am Dienstagnachmittag stark unter Druck geraten. Die Feinunze verbilligte sich um bis zu 2,9 Prozent auf 1288,16 Dollar und notierte damit so niedrig wie zuletzt am 8. August. Der Silberpreis brach sogar um 4,6 Prozent auf 20,64 Dollar je Feinunze ein. „Rational macht das angesichts des US-Haushaltsstreit überhaupt keinen Sinn“, sagte ein Händler. „Offenbar sind einige Anleger auf dem falschen Fuß erwischt und so zu Verkäufen gezwungen worden.“ Zudem fehlten wegen eines Feiertages in China Käufer. Dabei hatte sich der Goldpreis über das Sommerquartal gerade etwas erholt, obwohl er immer noch rund 22 Prozent unter dem Vorjahresschluss liegt. Beim letzten „Government Shutdown“ in den USA Mitte der 1990er Jahre hatte Gold rund drei Prozent an Wert gewonnen. Allerdings hatte der Feinunzenpreis seinerzeit noch bei weniger als 400 Dollar gelegen. Sollten sich Demokraten und Republikaner aber auch bei der ab Mitte Oktober notwendigen Anhebung der Schuldenobergrenze nicht einigen, droht den USA die Pleite. „Das Risiko, dass es tatsächlich soweit kommen wird, ist zwar noch immer äußerst gering, hätte aber einen deutlich steigenden Goldpreis zur Folge“, schrieben die Analysten der Commerzbank in ihrem Tageskommentar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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