Druck wird anhalten
Knappe Vorräte in USA sorgen für teures Benzin in Deutschland

Die Benzinpreise pendeln in Deutschland nur knapp unter ihrem bisherigen Allzeithoch und nichts spricht dafür, dass sich die Lage entspannt. Der Liter Super kostet an den Tankstellen in Deutschland im Schnitt 114,9 Cent. Die im Februar 2003 erreichte bisherige Höchstmarke von 116 Cent je Liter für Super wurde in der vergangenen Woche knapp gestreift.

beu HAMBURG. Der Grund für den Preisboom an den deutschen Tankstellen liegt in den USA. Die Raffinerien in den Vereinigten Staaten können die in jedem Frühjahr sprunghaft steigende Benzinnachfrage nicht decken, kommentiert ExxonMobil Sprecher Karl-Heinz Schult-Bornemann. Damit treten die USA massiv als Käufer auf dem europäischen Markt in Rotterdam auf, wobei der Höhepunkt der US-Nachfrage in den vergangenen Jahren oft erst im Mai war.

Die Rotterdamer Benzinnotierungen haben kurz vor Ostern Spitzenwerte von bis zu 390 Dollar pro Tonne erreicht, sagt Rainer Wiek vom Energie Informations Dienst (eid). Und dies mit einem Aufwärtstempo, das den Anstieg der Rohölpreise noch in den Schatten stellt.

In den USA eilen derweil die Benzinpreise von einem historischen Hoch zum nächsten. Kurz nach Ostern mussten die Amerikaner nach Angaben der Energy Information Agency (EIA) im Landesdurchschnitt 1,79 Dollar je Gallone ( 3,785 Liter) bezahlen, 19 US-Cent mehr als vor einem Jahr. Damit sind die Benzinpreise in der dritten Woche in Folge gestiegen.

Angesichts der anhaltend starken Nachfrage bei weiter unzureichender Bevorratung rechnet die EIA zumindest bis zum Sommer mit weiter steigenden Preisen und prognostiziert für die Periode April bis Juni einen durchschnittlichen US-Preis für Normalbenzin von 1,81 Dollar je Gallone.

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