Edelmetall
Gold mit höchstem Wochen-Verlust seit März

Der Goldpreis verliert so viel wie seit Mitte März nicht mehr. Analysten sehen vor allem in sinkenden Ölpreisen den Grund für den Preis-Durchhänger. Einen ausreichenden Kapitalschutz bietet das Edelmetall aber weiterhin.
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FrankfurtDer Goldmarkt kennt auch zum Wochenausklang nur eine Richtung: gen Süden. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls fiel um 13 Dollar auf 1580 Dollar und verlor damit im Wochenverlauf rund vier Prozent an Wert. Das ist so viel wie Mitte März nicht mehr.

Nachlassende Inflationsängste angesichts sinkender Ölpreise und ein schwächerer Eurokurs sind Analysten zufolge zwei wesentliche Faktoren für die Gold-Schwäche. Bei einem fallenden Wechselkurs wird das in Dollar gehandelte Gold für Anleger aus der Euro-Zone teurer.

Zudem bevorzugen Anleger laut Analysten derzeit Bargeld und verkaufen daher auch ihre Gold-Optionen. „Wir können uns daher vorstellen, dass die Goldpreise in den nächsten Wochen bedingt durch weitere Anlegerabgänge und einen stärkeren US-Dollar weiter nachgeben“, hieß es in einem Kommentar der Commerzbank. Ihre langfristige positive Haltung zu Gold bleibe davon aber unberührt, „weil wir davon ausgehen, dass die Politik eine höhere Inflation zulassen wird“. Gold bleibe historisch gesehen eine der wenigen Anlagen, die einen ausreichenden Inflations- und Kapitalschutz bieten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Edelmetall: Gold mit höchstem Wochen-Verlust seit März"

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  • o Mann, alte Berichte als NEUE auf die Startseite zu bringen geht IMMER in die Hose.

    Ich wäre froh wenn der Unzen Preis bei 1580 Dollar stehen würde.

  • Der Euro fällt zum Dollar um 2.5% und der Goldpreis sinkt um 4%. Was sagt uns das über eine Währung, die mehr Bezug zum Gold hat als der Dollar aus?

  • Der Goldpreis fällt, weil die Menge der Verkäufe größer als die der Zukäufe ist. Dies gilt angesichts stabiler oder sogar rückläufiger Fördermengen. Gemäß dieser Vorbetrachtung interessieren die Namen der Volumen bestimmenden Verkäufer. Sie werden nicht veröffentlicht, so dass Spekulationen nicht von der Hand zu weisen sind. Dazu gehört die naheliegende Vermutung von Notverkäufen seitens Zentralbanken, FED, Banken und Anlagegesellschaften. Privatbesitz spielt vermutlich eine marginale Rolle, obwohl es verbreitete Notverkäufe von Goldschmuck (z. Bsp. in Spanien) gibt. Das Vertrauen in die globale finanzwirtschaftliche Verfassung leidet darunter weiter. Für all jene, die physischen Goldbestand nicht in purer Not verkaufen müssen, lohnt sich deswegen das Aussitzen der notbedingte Kurs-Berg-und-Tal-Fahrt. So wächst die globale Verschuldung trotz oder wegen der Sparprogramme weiter. Die inflationsfördernde Geldmengenexplosion wird fortschreitend zum Kernstück der Hilfs- und Rettungspakete werden. Vieles spricht für das Halten und Erweitern des physischen Goldbesitzes. So sind die fallenden Goldpreise wohl Vorboten eines bevorstehenden noch größeren Werteverfalls in anderen Anlageklassen wie Aktien, Immobilienfonds und Anleihen.

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