Edelmetall: Goldman Sachs prophezeit Gold-Rally

Edelmetall
Goldman Sachs prophezeit Gold-Rally

In den nächsten drei Monaten wird der Goldpreis kräftig steigen - erwarten die Experten der Investmentbank Goldman Sachs. Jetzt sei ein guter Zeitpunkt, um Gold zu kaufen. Die Gründe liegen in den USA.
  • 44

Goldman Sachs rät Investoren, auf einen steigenden Goldpreis zu setzen. „Wir sehen den aktuellen Preis als gutes Niveau zum Aufbau neuer Long-Positionen“, schrieben die Analysten Damien Courvalin und Alec Phillips in einer Studie. Sie bekräftigten dabei das Drei-Monats-Kursziel von 1.825 Dollar je Feinunze.

Als Gründe für diese Erwartung nannten die Analysten eine Abschwächung der weltgrößten Volkswirtschaft und den Versuch des US-Gesetzgebers, die Schuldenobergrenze anzuheben. „Die hiermit verbundenen Unsicherheiten und die Prognosen unserer Volkswirte für ein schwaches Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts im ersten Halbjahr 2013 angesichts der Belastung durch höhere Steuern werden den Goldpreis anheizen“, prognostizierten sie.

Ein Anstieg des Goldpreises auf 1.825 Dollar würde den Kursbewegungen bei früheren Entscheidungen zur Schuldenobergrenze entsprechen, schrieben die Analysten in der Studie. Seit 1960 hat der US-Kongress nach Angaben des amerikanischen Finanzministeriums die Schuldenobergrenze bereits 79 Mal angehoben oder geändert.

Das US-Finanzministerium hatte mitgeteilt, dass die USA ihre Schuldenobergrenze von 16,4 Billionen Dollar (12,3 Billionen Euro) zwischen Mitte Februar und Anfang März überschreiten werden. Die Finanzierung der US-Behörden läuft am 27. März aus, so dass neue Mittel genehmigt werden müssen. Ebenfalls im März drohen erneut die automatischen Ausgabenkürzungen, die durch den Steuerkompromiss am 1. Januar nur aufgeschoben worden waren.

Im vergangenen Quartal war Gold um 5,5 Prozent gefallen und hatte damit die schwächste Entwicklung seit 2008 verzeichnet. Das Edelmetall hatte unter den Erwartungen einer wirtschaftlichen Erholung in den USA und einem möglichen Ende der stützenden Maßnahmen der US-Notenbank gelitten. Trotz der Abschwächung im Schlussquartal hatte Gold 2012 auf Jahressicht bereits das zwölfte Mal in Folge zugelegt. Nach Daten von Bloomberg erreichten die Bestände von börsengehandelten Fonds im Dezember ein Rekordniveau erreicht.

Kommentare zu "Goldman Sachs prophezeit Gold-Rally"

Alle Kommentare
  • nun was sagen sie jetzt dazu ? ist ihnen das lachen vergangen ...? ich habe meinen Bestand abgesichert hier mein Werkzeug
    http://brokervorschlag.de/index.php/rohstoffbrokervorschlag/metalle

  • Sie sahen das genau richtig ...damals denn nun gings es gewaltig runter

    http://brokervorschlag.de/index.php/rohstoffbrokervorschlag/metalle

  • Wer kauft denn schon "Papiergold"?
    Der hat doch nicht alle Unzen im Schrank.

  • Also, wenn die berühmten Goldmänner das sagen, dann bin ich aber glücklich!

    Denn ich habe schon ab 2007 mein "ganzes Geld in Edelmetalle gesteckt".

    Seitdem schlafe ich gut, bei über 250% Rendite.
    Im Gegensatz zu denen, die ihr "ganzes Geld in Aktien gesteckt haben". (Siehe Handelsblatt).

    Aber jetzt müssen die Goldmänner auch ihr Versprechen halten und kräftig manipulieren.

  • Ich sage auch: Gold unbedingt halten. Ich werde meine Bestände weiter am Ringfinger lagern.

  • Gold ist Geld, alles andere ist Kredit. (•‿-) John Pierpont Morgan

  • Kannst Du Papiergeld noch schnell entsorgen, verschiebe es nicht auf morgen. :-) In Deutschland gab es die letzten hundert Jahre durchschnittlich alle 30 Jahre eine neue Währung. 1923, 1948, (1990 nur Ossis). 2020 würde da gut in die Zeitreihe reinpassen. Wer heute noch an Papierwährungen glaubt, die ein Menschenleben überdauern muss an Realitätsverlust leiden. Übrigens, warum wurden eigentlich überall der Pfennig, der Rappen, die Kopeke und das 1 Cent Stück abgeschafft? Genau, weil der Materialwert über den Nominalwert stieg. Oder lest mal einen Roman von Jane Austen. Da wurde früher von Edelleuten geredet, die über 5000 GBP pro Jahr verfügten und damit mehere Landsitze mit Personal, Jagden und Gesellschaften untehalten können. Heute bekommt man für 5000 GB pro Monat in London noch eine 2-Zimmer Bude, einen Kleinwagen und man kann einmal die Woche ins Kino gehen. USD, GBP und CHF werden in weniger als 50 Jahren Geschichte sein.

  • Das würde ich so nicht sagen. Fallende Kurse sehe ich nur bei der erneuten Einführung des Goldbesitzverbotes für Privatpersonen, bei der Erhebung einer Mehrwertsteuer auf Goldkäufe und bei der Anhebung der Zinssätze.

    Steigende Goldpreise sehe ich bei der Fortführung der Nullzinspolitik, der weiteren Ausweitung der Geldmenge durch Gelddrucken, um die neuen Schuldenberge der USA zu finanzieren und den bevorstehenden Staatsbankrott zu verzögern.

    Es könnte aber auch sein, dass GS die 12-monatige Seitwärtsbewegung dazu genutzt hat, um den Aufbau der eigenen Goldbestände in der gewünschten Grössenordnung zu moderaten Preisen abzuschliessen. In diesem Fall ist man nun auf den Ausbruch nach oben angewiesen.

    Ich sehe keine Rückkehr zu einer seriösen Geldpolitik. Vielmehr ist global eine Abwertungswettlauf der Papierwährungen in Gang gekommen, der die Inflation bald in Teuerung verwandeln wird.

    Auch die Absicht die US Waffengesetze zu verschärfen, deuten darauf hin, dass der Staat seine Bürger noch weitgehend entwaffnen möchte, bevor es richtig ungemütlich wird.

  • @lensoes
    "...insofern darf Gold marschieren."
    Mmmmh, glaub ich nicht so ganz. Die Amis wollen nur kurz anheizen und dann raus. Ist aber nur ne Vermutung (was sonst ; )), warten wirs mal ab.

  • @Karin
    "...bricht die Wirtschaft und damit die Versorgung der Bevölkerung binnen weniger Stunden zusammen!! Was dann passiert kann sich jeder ausmalen!"

    Na du kannst dir jedenfalls ordentlich einen ansaufen und den Hintern abwischen. Also, entspann dich, du Weltuntergangspriesterin.

Serviceangebote