Edelmetall
Spekulanten trennen sich von Gold

Die Gold-Rally des vergangenen Jahres hat ein jähes Ende gefunden. Vor allem Spekulanten sind ausgestiegen. Analysten mahnen zur Vorsicht - die Schwankungen am Markt sind groß.
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DüsseldorfDer Goldpreis bringt inzwischen sogar hartgesottene Anleger ins Schwitzen. Die Preisschwankungen werden immer heftiger. Zweistellige Ausschläge der Notierungen nach oben wie nach unten sind nun an der Tagesordnung. Immer mehr Experten schrauben daher ihre Prognosen zurück.

Kurz vor Ostern drohte der Preis zeitweilig unter die Marke von 1600 Dollar je Feinunze zu sacken; der Rückgang wurde erst kurz davor gestoppt. In der vergangenen Woche stieg der Preis für eine Feinunze zwar auf 1666 Dollar. Die Feinunze – rund 31,1 Gramm – ist das Maß, auf das sich die Preise im Goldhandel beziehen.

Das Rekordhoch von gut 1900 Dollar, das Anfang September 2011 erreicht wurde, liegt dennoch in weiter Ferne. Auch charttechnisch hat sich das Bild eingetrübt, da die stark beachtete 200-Tages-Linie nach unten durchbrochen wurde. Viele Investoren werten das als Signal für weitere Verluste.

Aus dem Goldmarkt ausgestiegen sind vor allem viele spekulativ eingestellte Anleger. „Die Korrektur ist ähnlich wie im Dezember spekulativ getrieben“, sagt Gabor Vogel, Edelmetallexperte der DZ Bank. Es gebe aber zwei gravierende Unterschiede: Zum einen die Anhebung der Einfuhrzölle für Gold in Indien – das Land fragt das Edelmetall stark für Schmuck nach. Zum anderen ist die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik gesunken. Das bremse den Goldpreis. „Zusätzliche Liquidität hätte den Notierungen neuen Schub geben können“, sagt Vogel.

Der Einfluss Indiens ist nicht zu unterschätzen. Im vergangenen Jahr hat das Land den Rekordwert von 969 Tonnen Edelmetall importiert. „Der Goldmarkt stützt sich stark auf die indische Schmucknachfrage“, schreibt Oliver Heuschuch von der Heraeus Metallhandelsgesellschaft in Hanau. Dies habe zu dem jüngsten Preisrückgang beigetragen. Die indischen Juweliere haben mehr als 20 Tage gestreikt; rund 85 Prozent ließen ihre Geschäfte geschlossen. Inzwischen wird wieder gehandelt - doch die Auswirkungen haben voll auf die Goldimporte durchgeschlagen.

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Kommentare zu " Edelmetall: Spekulanten trennen sich von Gold"

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  • @vhe
    ...nun ja, es gibt auch Ralitätsverweigerer, die unter Verzicht auf Fakten im Dauerfunmodus leben.
    Denen kann man nur ein altenativloses weiter so wünschen, es wird schon gutgehen!

  • "Ausser Gold und Silber eignet sich fast nichts als Wertspeicher"
    "Wenn jeder Deutsche nur fünf Prozent seines Vermögens in Gold steckt, würde das eine gesamte Welt-Jahresproduktion absorbieren. Dann sind gänzlich neue Preisdimensionen denkbar."
    Und genau aus diesem Grunde eignen sich Gold und Silber eben /nicht/ als Wertspeicher.
    Weil sie nicht wertbestaendig sind sondern, wie jeder andere Rohstoff, aufgrund von Angebot und Nachfrage im Wert /schwanken/. Und diese Nachfrage ist bei Edelmetallen eben nunmal im wesentlichen psychologisch bedingt.
    D
    as derzeit grad Mondpreise für Edelmetalle gezahlt werden heisst einfach nur, dass in ein paar Jahren, wenn sich der Laden wieder beruhigt hat und die Preise wieder das Niveau von 2004 oder 2005 haben, ein paar Fans gelernt haben, wieviel "Wert" da drin tatsächlich gespeichert ist. Nämlich praktisch keiner.
    Genausogut kann man mit alten Weinflaschen spekulieren.

  • @mono: "Witzbold oder Traumtänzer?"
    1) Danke für Ihre sachliche und konstruktive Antwort.
    2) Weder noch.
    3) Anscheinend haben Sie keine Ahnung, wie Geldmengenregelung funktioniert. Ihre Antwort legt nahe, dass Sie mein Posting, insbesondere den 2. Satz entweder nicht gelesen oder nicht verstanden haben.

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