Edelmetalle
Chinas neue Geldpolitik treibt Goldpreis an

Die Feinunze notierte am Mittwoch leicht höher als zuvor. Stützende Faktoren sind gelockerte Mindestreserve-Standards für Banken in China und die geringen Zinssätze in USA und Europa.
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FrankfurtDie geldpolitische Wende in China hat am Mittwoch den Goldpreis angeschoben. Die Feinunze verteuerte sich leicht auf 1716,29 Dollar beziehungsweise 1288,44 Euro. Zuvor hatte der Preis leicht im Minus notiert. China hatte überraschend erstmals seit drei Jahren die Mindestreserve-Anforderungen der Banken gelockert. Gold hat in diesem Jahr schon von der Nullzins-Politik der US-Notenbank profitiert. Auch das niedrige Zinsniveau in der Euro-Zone treibt immer wieder Anleger ins Gold, auch wenn der Nimbus als sicherer Hafen zuletzt nicht immer gezogen hat.

Die Analysten der Commerzbank gehen aber davon aus, dass mittel- bis langfristig der Goldpreis gut unterstützt bleibt. Schließlich sei die Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone noch lange nicht ausgestanden. Als weiteren Grund für steigende Goldpreise sehen die Experten die chinesische Nachfrage. Nach einem Bericht der „Shanghai Securities News“ hat Chinas Regierung die Provinzregierungen zur Schließung kleinerer Goldminen mit einer Kapazität von weniger als 50 Tonnen aufgefordert. „Damit wäre China noch stärker auf Goldimporte angewiesen, um die heimische Nachfrage zu befriedigen. Dies dürfte sich langfristig in steigenden Preisen widerspiegeln“, stellten die Commerzbank-Analysten fest.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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