Edelmetalle: Der Goldrausch ist nicht vorbei

Edelmetalle
Der Goldrausch ist nicht vorbei

Der Goldrausch ist noch nicht vorbei, sagen Kenner. Die Aussicht auf niedrige Zinsen in Europa und den USA mache das Edelmetall attraktiv. Preise von 2000 US-Dollar je Feinunze könnten bald Wirklichkeit werden.
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FrankfurtRohstoffexperten sehen für den Goldpreis 2012 noch Luft nach oben. Seit Jahresbeginn haben die Notierungen schon um 13 Prozent zugelegt auf derzeit 1780 Dollar je Feinunze. Vor allem die Aussicht auf weiter niedrige Zinsen in Europa und den USA mache das Edelmetall für Anleger weiter attraktiv.

„Ich rechne damit, dass der Goldpreis in diesem Jahr über 2000 Dollar steigt. Der wichtigste Grund dafür sind die viel zu niedrigen Zinsen in vielen Ländern. Dadurch steigt die Geldmenge und damit die Inflation“, prognostiziert Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der auf die Beratung von Rohstofffonds spezialisierten Stabilitas Fonds . In den wichtigen Volkswirtschaften liegen die Zinsen derzeit auf sehr niedrigem Niveau. In der Eurozone notiert der Leitzins derzeit bei einem Prozent, in den USA und Japan bei Null. Ende Januar hatte die US-Notenbank Fed sogar angekündigt, an ihrer Nullzinspolitik bis Ende 2014 festzuhalten. „Dieses Szenario ist klar positiv für Gold, denn mit Gold können sich Anleger gegen Inflation absichern“, erläutert Siegel.

Dass die Zinsen in den USA niedriger sind als in der Eurozone, bietet europäischen Anlegern einen weiteren Vorteil. Denn das schwächt in der Regel den Dollar, was wiederum das in Dollar gehandelte Edelmetall für Anleger aus dem Euro-Raum günstiger macht.

Rohstoffanalyst Gabor Vogel von der DZ Bank rechnet zum Ende des Jahres mit einem Goldpreis von 1950 Dollar. Die Nachfrage sei ungebrochen. „Keiner will Gold wirklich verkaufen“, argumentiert er. Die Analysten der Commerzbank erwarten einen Anstieg bis auf 1900 Dollar. „Das sollte aber erst in der zweiten Jahreshälfte der Fall sein“, prognostiziert Commerzbank-Experte Carsten Fritsch.

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  • @rokober
    teile Ihre Meinung absolut !
    Inflationsbereinigt müsste der Goldpreis bereits über USD 2500 und der Silberpreis über USD 100 liegen. Das ist aber nicht im Interesse der Politik und der Zentralbanken, denn dann würde jeder merken, wie mies die Geldwertpolitik ist.
    Bemerkenswert ist, daß in den letzten Jahren einige Notenbanken Gold gekauft haben um sich breiter aufzustellen. Die Geldvermehrung nimmt mit jedem Rettungspaket und Bailout zu, das kann letztlich in einer Hyperinflation münden.So haben bisher nahezu alle Fiat-Währungen geendet.

    Ich selbst erwarte in den nächsten Jahren eine Deflation der Sachwerte, also alles was wir nicht zum täglichen Leben benötigen und andereseits eine Inflation dessen, was wir zum Überleben brauchen.
    Man kann heute schon beobachten, daß Lebensmittel und Energie ständig teurer werden.

    Der Anstieg der Edelmetallpreise wird noch manchen überraschen.

  • Als Schüler noch fing ich an, Gold zu kaufen, und habe das bisher nicht bereut, und lebenslang bisher nachgekauft, wenn ich daran denke, daß meine erste Unze damals 175 Mark kostete ... und heute in Mark umgerechnet rund 2600 Mark wert ist! Gold ist Sicherheit pur im Tresor drin, im Gegensatz zum Eurospielgeld, wird nicht verkauft, sondern dann mal vererbt ... oder etwas davon fürs Pflegeheim investiert, wenn's soweit ist! Habe als Schwabe verinnerlicht: Was man hat, gibt man nur aus, wenn's unbedingt sein muss, und dazu gehören weder (unnötige) Urlaube, grosse Autos oder teure Kleidung.

  • Also ich verstehe diese sehr persönlichen Angriffe nicht, denn der sehr konkrete Hinweis ist doch nützlich für alle, die überlegen, ob sie jetzt noch einsteigen oder schon aussteigen sollen. Ist doch keine konkrete Empfehlung, sondern nur ein dankenswerter Hinweis.

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