Edelmetalle
Gold fällt unter 1700 Dollar, Silber stürzt ab

Nicht nur an den Börsen geht es abwärts, auch die Preise für Gold und Silber geben deutlich nach. Von seinem Rekordhoch hat sich der Goldpreis schon weit entfernt. Erinnerungen an die Krise 2008 werden wach.
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DüsseldorfIn den vergangenen Monaten konnte Gold immer zulegen, wenn es an den Börsen bergab ging. Das Edelmetall gilt als Krisenwährung. Je dunkler die Aussichten für die Weltwirtschaft, desto heller strahlt es.

Diese Woche ist das anders: Die Aktienmärkte knicken ein. Der Dax fiel am Freitag zeitweise um mehr als drei Prozent und rutschte unter 5000 Punkte.

Doch die Edelmetalle verloren ebenfalls heftig. Der Goldpreis gab um 6 Prozent auf 1628 Dollar nach. Von seinem Rekordhoch, aufgestellt Anfang September, hat sich der Goldpreis schon mehr als 200 Dollar entfernt.

Noch schlimmer erwischte es Silber. Nachdem sich das Edelmetall bereits am Donnerstag um fast zehn Prozent verbilligt hatte, ging es am Freitag noch deutlicher abwärts - um 15,4 Prozent. Eine Feinunze Silber kostet aktuell nur noch 30,32 Dollar - vor einem Monat waren es noch zwölf Dollar mehr.

Zum Teil lässt sich der Absturz durch das unverhoffte Comeback des Dollars erklären. Gegen den Euro hat er in den vergangenen vier Wochen rund zehn Cent gewonnen. Das bleibt nicht ohne Folgen für die anderen Märkte. Rohstoffe werden weltweit in Dollar abgerechnet. Je stärker der Dollar, desto teurer wird es für Anleger, die nicht im Dollarraum sitzen, Rohstoffe zu kaufen. Das dämpft die Nachfrage, die Preise sinken.

Als alleinige Erklärung reicht der Dollareffekt allerdings nicht aus. Das zeigt allein die Tatsache, dass der Goldpreis auch in Euro deutlich nachgegeben hat.

Zumindest im Fall von Silber dürfte der Kursrutsch mit der Angst vor einer erneuten Rezession zusammenhängen. Silber wird in der Industrie verwendet, etwa für Elektrotechnik. Silber werde nicht als sicherer Hafen gesehen, sondern als Metall mit industriellem Charakter, schreibt Daniel Briesemann von der Commerzbank in einer aktuellen Studie. Er rechnet damit, dass der Silberpreis seine Korrektur fortsetzen wird.

Dagegen erwarten Experten, dass sich der Goldpreis bald wieder erholen wird. „Wir sehen die Korrektur bei Gold als temporär, ähnlich wie 2008, als Investoren Gold verkauft haben, um Verluste an anderer Stelle auszugleichen“, schrieb Suki Cooper, Analyst bei Barclays Capital, in einer Analyse. Nach der Lehman-Pleite fielen alle Anlageklassen gleichermaßen. Dass das seit dieser Woche wiederholt, lässt nichts Gutes erahnen.

Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Edelmetalle: Gold fällt unter 1700 Dollar, Silber stürzt ab"

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  • Also ich gönne jedem sein Gold, keine Frage, aber ich habe ein Problem damit wenn Menschen in Gold investieren und dann hoffen dass alles den Bach runter gehen damit sie mit ihrem Gold die großen Macker sind! Tut mir leid aber das ist doch krank!!! Zum Glück kommt es immer anders als man denkt!!! ;-) Und die hier schon geschrieben wurde, die Masse hat nie recht, und je mehr in Gold investieren desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Blase! Wer sagt eigentlich dass wir in den nächsten Jahren weiterhin eine Inflation haben, wirtschaftliche Rezession bedeutet in der Regel eine ansteigende Rezession, da kann auch die aktuell hohe Geldmenge nichts dran ändern! Denkt mal drüber nach, die wenigen hier die BWL oder VWL studiert haben und nicht nur dummquatschen werden verstehen welche Stunde es in den nächsten Jahren höchstwahrscheinlich schlägt!

    Die beste Rendite (und das zum Glück für uns alle) verspricht immer noch die Bildung, ist auch das einzige was man ins Jenseits mitnimmt!!!

  • Vielleicht ist es doch nicht so einfach Geld nur in goldene Taler einzutauschen, um reich zu werden oder zumindest sein Vermögen zu retten. Ganz abgesehen davon, dass niemand auf der Welt verpflichtet ist, die goldenen
    Talerchen gegen Geld zurückzutauschen.
    Wenn es so einfach wäre, würde es denke ich jeder machen,
    aber es soll auch noch Leute mit Verstand geben

  • Zwischen 1640 und 1660 war ein Gap (Lücke im Chart). Dieses wurde geschlossen. Was auch die Regel ist. Die Banken haben alles was sie noch hatten ins Feuer geschmissen. Jetzt werden wir mal sehen,wie lange es geht. Die sind nämlich alle Pleite, hahahaha

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