Edelmetalle
Goldmünzen locken als Last-Minute-Geschenk

Alle, denen immer noch eine Inspiration für ein dauerhaftes Geschenk fehlt, sollten einen Blick auf die älteste Währung der Welt werfen. Was bei Anlagemünzen im Vordergrund steht und welche Stücke am beliebtesten sind.
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FRANKFURT. Es sind meist ein paar Tausend Euro, die Besucher bei Edelmetallhändlern über den Tresen geben. Häufig ordern die Interessenten klassische Gold-Anlagemünzen. „Es kommen immer neue Kunden dazu, die wollen sich gegen Krisen und gegen Inflation absichern“, sagt Pavol Jurecko, Inhaber des traditionsreichen Münzkabinett Frankfurt. Und Richard Mayr, Chef von Argentum Invest, bestätigt: „Es geht um Absicherung, es kommen alle Berufsgruppen, vom Handwerker über den Landwirt bis zum Rechtsanwalt und Arzt.“

Andreas Stopfer von Global Resources Invest entdeckt sogar eine weihnachtliche Facette in dem Geschäft: „Das sind schöne Präsente in einer Zeit, in der niemand weiß, was aus Papiergeld wie dem Dollar oder Euro wird.“ So sieht es auch Horst-Rüdiger Künker, Leiter Goldhandel bei der Münzhandlung Fritz Rudolf Künker: „Gold war in vielen tausend Jahren immer werthaltig.“ Für viele Händler ist Gold schlicht die älteste Währung der Welt.

Bei Anlagemünzen steht der Metallwert im Vordergrund

Die Kunden kaufen sogenannte Anlagemünzen. Das sind Stücke mit nur geringem Aufpreis auf den reinen Gold-Metallwert. Im Zentrum steht der Goldwert, nicht der Sammlerwert wie bei ausgefallenen Stücken, bei denen der Sammler einen hohen Aufschlag zahlt. Alle Anlagemünzen sind gesetzliche Zahlungsmittel. Sie haben aufgeprägte Nominalwerte in der Heimatwährung, wobei der Goldwert aber immer deutlich darüber liegt, sodass die Münzen kaum im normalen Zahlungsverkehr eingesetzt werden.

Hier ist der Klassiker unter den Anlagemünzen eine Ausnahme. Auf dem 1967 zum ersten Mal geprägten südafrikanischen „Krügerrand“ ist nur das Goldgewicht vermerkt. Neben der ältesten Gold-Anlagemünze sind beliebt die österreichischen „Wiener Philharmoniker“, der kanadische „Maple Leaf“, die US-Münzen „American Buffalo“ und „American Eagle“, die australischen „Kangaroo“ und „Nugget“ sowie die britische „Britannia“.

Diese Stücke gibt es in der Ein-Unzen-Variante mit 31,1 Gramm Goldgewicht, außerdem in kleineren Stückelungen wie eine halbe, eine viertel bis hin zu einer zwanzigstel Unze. Wegen der fixen Prägekosten sind die Preisaufschläge auf den Metallwert bei den kleinen Stückelungen allerdings markant.

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  • Gold ist inbegriff für ...
    -Wertigkeit (hohe Förderkosten, Seltenheit des Metalls),
    -Schönheit (durch den goldgelben Glanz),
    -Unvergänglichkeit,...eben ein Mythos!
    Würde man alles verfügbare Gold der Erde unter allen Menschen (ca. 7 Milliarden) zu gleichen Teilen verteilen, so bekäme jeder nur ca. 22 Gramm! Also schnell eine Unze (31,1 Gramm) kaufen....
    Dann bis Du Outperformer und das ist ein gutes Gefühl... Frohe Weihnachen 2009!

  • @ Manfred

    Lieber "kleine" Münzen, so wie es auch noch alte 10 Mark oder 10 Rubel gibt, das ist GELD und für jeden als solches erkennbar. barren haben zwar ein Zertifikat aber wer will das dann prüfen ob es echt ist. Oder haben Sie jetzt auch Eurobarren? Da werden wir wohl demnächst auch beim Papiergeld auf das Gewicht achten müssen ;-))

  • "Zur Jahrtausendwende wurde die Unze im Tief bei 250 Dollar gehandelt. Jetzt hat sich der Preis mit über 1 100 Euro mehr als vervierfacht."
    Liest denn niemand den Artikel nochmal quer bevor er veröffentlicht wird? Der Preis beträgt z.Z. 1100 US$ nicht Euro

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