Edelmetalle haussieren
Goldpreis erreicht neues 25-Jahres-Hoch

Der Goldpreis hat seinen Anstieg im asiatischen Handel fortgesetzt und mit 713,50 Dollar je Feinunze ein neues 25-Jahres-Hoch erreicht. Offenbar haben Anleger nicht Angst vor der Abwertung des Papiergeldes, sondern befürchten auch politische Unwägbarkeiten.

HB TOKIO. Aktuell notiert der Kassapreis für Gold bei 708,50 Dollar/Feinunze. Die Aufwertung des Dollar sei vom Markt als kurzfristige Reaktion auf die Erhöhung der US-Leitzinsen interpretiert worden, erklären Marktbeobachter. Andere Edelmetalle folgten dem Goldpreis nach oben. Platin stieg auf ein Allzeithoch bei 1.277,50 Dollar. Der Platinpreis hat damit binnen einer Woche dank Fondskäufen und der regen Nachfrage aus Fernost um 10% zugelegt. Allerdings seien die Umsätze vergleichsweise gering gewesen, weshalb die Preisbewegungen übertrieben seien.

Die US-Notenbank (Federal Reserve) hatte am Mittwoch ihren Leitzins auf 5,00 Prozent erhöht und weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Die Gold-Investoren hätten sich auf die Inflationsängste konzentriert, die in der begleitenden Stellungnahme der Fed zum Ausdruck gekommen seien, heißt es. Aus der Überlegung heraus, dass steigende Rohöl- und Industriemetallpreise die Inflation anheizen könnten, hätten spekulativ orientierte Investoren, die ihr Portfolio diversifierten, auch die Preise für Kupfer und Zink auf neue Höchststände getrieben. Die weltweit niedrigen Lagerbestände an Metallen dürften für heftige Preisbewegungen sorgen.

Einige Analysten wiesen darauf hin, dass nicht nur die Angst vor der Abwertung des Papiergeldes, sondern auch politische Unwägbarkeiten die Anleger in Gold ausweichen ließen. Sie nannten besonders den Konflikt zwischen den USA und Iran um die Atompolitik Teherans. Zudem gebe es Spekulationen, dass China und andere asiatische Staaten ihre Devisenreserven wegen der Dollar-Schwäche zugunsten von Gold verringern könnten.

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