Edelmetalle Mit Münzen und Barren auf der sicheren Seite

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Den typischen Kunden gibt es nicht. "Es sind Überzeugungstäter, die glauben, dass der Preis in Relation zum Papiergeld weiter steigen wird", sagt Peinemann. Das Geschäftsmodell ist für Anleger interessant, die physisch auf Edelmetalle setzen wollen.

Sie profitierten zudem durch Einkaufsvorteile. "Wir kaufen zu attraktiven Konditionen direkt beim Hersteller ein", sagt Peinemann - in diesem Fall bei Umicore. "Wir haben dadurch einen Preisvorteil abhängig vom Metall und von der Stückelung." Hinzukommt die Sicherheit, dass das Metall bei Bedarf zurückgenommen wird.

Ähnliche Geschäftsmodelle verfolgen schon seit einiger Zeit die Einkaufsgemeinschaft für Gold und Silber GbR von Jürgen Müller im schwäbischen Gerstetten und die L'Or AG unter Marcus Meyn im niedersächsischen Nienburg.

Ein Ende des Goldbooms erwartet Peinemann nicht. "Es besteht ein riesiges Vertrauensproblem bei den Investoren", sagt er mit Blick auf die Probleme im Euro- und Dollar-Raum. Die Käufer wollen ihr Vermögen schützen und setzen auf bewährte Substanzwerte: "Gold kennt jedes Kind auf der ganzen Welt." Auch wenn etwa die Seltenen Erden knapp und immer teurer sind, würden sie nicht als Alternative gesehen. Ihnen fehle zudem der Nimbus der sicheren Anlage

"Der Goldpreis wird zum Jahresende erheblich höher stehen als heute", ist sich Peinemann sicher: "Es ist ein Reflex auf die aktuellen Ereignisse." Die Preisentwicklung ist für ihn eigentlich sekundär: "Wir investieren, um das Vermögen zu sichern, nicht, um schnelle Gewinne zu machen." Insofern spiele es keine Rolle, dass Gold keine Zinsen abwirft. Folgt man den Prognosen der Banken, könnten dennoch weitere Gewinne winken. Die Landesbank Baden-Württemberg sieht Gold Mitte 2012 bei 1750 Dollar.

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3 Kommentare zu "Edelmetalle: Mit Münzen und Barren auf der sicheren Seite"

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  • Und ob das was genützt hat.
    Es gibt neben Gold auch Silber. Meine Mutter hat in den Nachkriegsjahren mit unserem umfangreichen Sterling-Silberbesteck bei den Bauern Essbares eingetauscht. Die Reichsmark wollte ja damals keiner mehr. Jedenfalls, so sagte sie, sei sie damit relativ gut durch die Hungerwinter für sich und uns beide Kinder gekommen.
    Meine Eltern haben uns eine Menge Gold- und Silbermünzen hinterlassen, die sie vorsichtshalber im Laufe der Jahre gekauft hatten. Dafür sind wir sehr dankbar uns stocken die Vorräte seit Jahren auf.
    Mit Papiergeld kann man allerdings in Notzeiten ein kleines Feuerchen unterhalten, das ja auch etwas wärmt...

  • Das kann ich dir sagen, was es genützt hat:
    Im Notfall kann auch ein Stück Fleisch, Brot oder eine Flasche Wasser den Unterschied zwischen Verhungern/Verdursten und Überleben bedeuten...
    +++
    Grundsätzlich dient Gold aber zur systemübergreifenden, also Krisen überdauernden Vermögenssicherung und ist nicht als Zahlungsmittel in Krisen gedacht.
    Es geht darum, einen Teil seines Vermögens nach dem finalen Kollaps eines papier- und schuldgeldbasierten Finanzsystems in ein neues System, das irgendwann wieder entstehen wird, hinüberzuretten...
    Löst euch doch mal von der hirnverbrannten Vorstellung, die Brötchen beim Bäcker mit Gold oder Silber zu bezahlen.
    Die bezahlst du selbstverständlich dann mit sauberen und frischen Lebensmittelmarken oder Bezugsscheinen. In einer Krisen- und Mangelwirtschaft funktionieren ohnehin keine Logistikketten mehr, so dass du froh sein kannst, vom Lastwagen einmal die Woche mit einem Stück Komissbrot verpflegt zu werden.
    In Großstädten wie Berlin, in denen Millionen Menschen unterschiedlichster Kulturen und Zivilisationsstufen auf engstem Raum zusammengepfercht sind, wird sich wohl beim ersten Anzeichen einer echten Krise niemand mehr brav an der Aldi-Kasse anstellen - Supermärkte und Baumärkte werden als erstes geplündert werden... Der verwahrloste Mob wird auf der Suche nach Verwertbarem durch die Straßen ziehen. Erlaube mir einen Hinweis darauf, dass die Polizei schon unter derzeitigen noch als geordnet einzustufenden Verhältnissen, nicht mal mehr Herr der Lage ist, sondern allenfalls Straftaten registriert und Präsenz an Orten zeigt...
    Der zivilisatorische Lack ist doch dünner als man gemeinhin glaubt.

  • Nehmen wir an, das Währungssystem bricht zusammen, was nützt dann das Gold? Bricht Euro und Dollar zusammen, dann überlebt auch keine andere Währung, nicht einmal der Schweizer Franken. Will man dann das Brot beim Bäcker mit einem Stück Gold bezahlen? Selbst die kleinste Goldmünze überschreitet den Wert eines Brotes beiweitem.
    Was hat das Gold dem kleinenm Mann nach dem Krieg genützt? Nichts, denn viele haben ihren letzten Schmuck für ein Stück Fleisch oder Brot eingetauscht. Sprich, der angeblich so große Gegenwert vom Gold war nicht mehr gegeben.

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