Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise Mitte 2008 hat sich der Goldpreis verdoppelt. Überzeugungstäter kaufen physisches Gold in Form von Münzen und Barren. Ein norddeutscher Geschäftsmann macht damit gute Geschäfte.

Kommentare

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  • Nehmen wir an, das Währungssystem bricht zusammen, was nützt dann das Gold? Bricht Euro und Dollar zusammen, dann überlebt auch keine andere Währung, nicht einmal der Schweizer Franken. Will man dann das Brot beim Bäcker mit einem Stück Gold bezahlen? Selbst die kleinste Goldmünze überschreitet den Wert eines Brotes beiweitem.
    Was hat das Gold dem kleinenm Mann nach dem Krieg genützt? Nichts, denn viele haben ihren letzten Schmuck für ein Stück Fleisch oder Brot eingetauscht. Sprich, der angeblich so große Gegenwert vom Gold war nicht mehr gegeben.

  • Und ob das was genützt hat.
    Es gibt neben Gold auch Silber. Meine Mutter hat in den Nachkriegsjahren mit unserem umfangreichen Sterling-Silberbesteck bei den Bauern Essbares eingetauscht. Die Reichsmark wollte ja damals keiner mehr. Jedenfalls, so sagte sie, sei sie damit relativ gut durch die Hungerwinter für sich und uns beide Kinder gekommen.
    Meine Eltern haben uns eine Menge Gold- und Silbermünzen hinterlassen, die sie vorsichtshalber im Laufe der Jahre gekauft hatten. Dafür sind wir sehr dankbar uns stocken die Vorräte seit Jahren auf.
    Mit Papiergeld kann man allerdings in Notzeiten ein kleines Feuerchen unterhalten, das ja auch etwas wärmt...

  • Das kann ich dir sagen, was es genützt hat:
    Im Notfall kann auch ein Stück Fleisch, Brot oder eine Flasche Wasser den Unterschied zwischen Verhungern/Verdursten und Überleben bedeuten...
    +++
    Grundsätzlich dient Gold aber zur systemübergreifenden, also Krisen überdauernden Vermögenssicherung und ist nicht als Zahlungsmittel in Krisen gedacht.
    Es geht darum, einen Teil seines Vermögens nach dem finalen Kollaps eines papier- und schuldgeldbasierten Finanzsystems in ein neues System, das irgendwann wieder entstehen wird, hinüberzuretten...
    Löst euch doch mal von der hirnverbrannten Vorstellung, die Brötchen beim Bäcker mit Gold oder Silber zu bezahlen.
    Die bezahlst du selbstverständlich dann mit sauberen und frischen Lebensmittelmarken oder Bezugsscheinen. In einer Krisen- und Mangelwirtschaft funktionieren ohnehin keine Logistikketten mehr, so dass du froh sein kannst, vom Lastwagen einmal die Woche mit einem Stück Komissbrot verpflegt zu werden.
    In Großstädten wie Berlin, in denen Millionen Menschen unterschiedlichster Kulturen und Zivilisationsstufen auf engstem Raum zusammengepfercht sind, wird sich wohl beim ersten Anzeichen einer echten Krise niemand mehr brav an der Aldi-Kasse anstellen - Supermärkte und Baumärkte werden als erstes geplündert werden... Der verwahrloste Mob wird auf der Suche nach Verwertbarem durch die Straßen ziehen. Erlaube mir einen Hinweis darauf, dass die Polizei schon unter derzeitigen noch als geordnet einzustufenden Verhältnissen, nicht mal mehr Herr der Lage ist, sondern allenfalls Straftaten registriert und Präsenz an Orten zeigt...
    Der zivilisatorische Lack ist doch dünner als man gemeinhin glaubt.

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