Edelmetalle
Rhodium-Preis steigt auf Allzeithoch

Der Preis von Rhodium hat seinen Aufschwung zu Wochenbeginn fortgesetzt und ist mit über 8 870 Dollar je Unze (31,1 Gramm) auf ein Allzeithoch geschnellt. Damit hat sich der Preis des derzeit teuersten Edelmetalls in den letzten zwei Jahren fast verdreifacht. Dabei profitiert das Edelmetall von der starken Nachfrage für Autokatalysatoren.

wd KAPSTADT. Rhodium profitiert wie Palladium, das gerade erst auf ein Sechsjahreshoch geklettert ist, von dem starken Preisanstieg seines Schwestermetalls Platin. Der Platinpreis ist in den letzten vier Wochen wegen Lieferengpässen und Stromausfällen in Südafrika um mehr als 30 Prozent gestiegen. Der Rhodiumpreis, der 1980 bis auf 7000 Dollar pro Unze geschnellt war, hatte noch Anfang 2004 bei nur 500 Dollar gelegen. Rhodium wird zu 80 Prozent in Autokatalysatoren gebraucht und zur Herstellung von Flachbildschirmen verwendet. In den Autokatalysatoren filtert das silberweiße, stark glänzende und sehr harte Metall spezielle Gase heraus. Zudem wird das aufwendig gewonnene Edelmetall wegen des hohen Temperaturwiderstands in der Glasherstellung eingesetzt.

Die eher unbekannten Metalle Ruthenium, Iridium und Rhodium machen inzwischen etwa 30 bis 40 Prozent des Gesamteinkommens der Platinförderer aus. Allein der drittgrößte Platinhersteller Lonmin produziert pro Quartal 25 000 bis 30 000 Unzen Rhodium.

Der Rhodiummarkt gilt als der engste, aber auch undurchsichtigste der Edelmetallmärkte, da der Handel hier direkt zwischen Produzenten und Abnehmern stattfindet und die Geheimhaltung entsprechend hoch ist. Es findet deshalb auch fast kein Handel an den Metallbörsen statt. Die hohen Ausleihraten für Rhodium von bis zu 30 Prozent sind nach Angaben des Platinspezialisten Heye Daun vom Vermögensverwalter Old Mutual ein Indiz für die Enge des Marktes. Gleichzeitig seien sie aber auch ein Warnsignal dafür, dass nicht genug Metall im Markt ist. Daher sei der jüngste Preisanstieg nur folgerichtig gewesen, sagte Daun.

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