Edelmetallmärkte
Goldpreis knackt 1 200-Dollar-Marke

Nach einem kurzen Rücksetzer in der vergangenen Woche hat der Goldpreis seine Rekordjagd wieder aufgenommen. Am Nachmittag kletterte er erstmals über die Marke von 1 200 Dollar. Als Grund nennen Händler einmal mehr den schwachen Dollar.
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HB LONDON. Der Goldpreis ist am Dienstag erstmals über die Marke von 1 200 US-Dollar gestiegen. Am Abend kletterte der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1200,70 Dollar. Damit kostete Gold soviel wie noch nie.

Der Goldpreis befindet sich bereits seit Wochen auf Höhenflug. Allein seit Anfang November hat er mehr als 15 Prozent zugelegt. Händler begründen die Preisaufschläge weiterhin mit der Dollar-Schwäche und dem Kaufinteresse von Zentralbanken.

Der Euro verteuerte sich am Dienstag im Vergleich zur schwächelnden US-Währung auf 1,51 Dollar. Im Jahresverlauf hat er damit mehr als sieben Prozent an Wert gewonnen. Auch gegenüber anderen Währungen hat der Dollar kontinuierlich abgewertet. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus Euro, Yen, Pfund, Kanada-Dollar, Franken und schwedischer Krone misst, ist seit März von 89 auf knapp 75 Dollar abgestürzt.

Gold dagegen hat im laufenden Jahr nicht nur auf Dollar-Basis um 35 Prozent zugelegt, sondern ist auch in Euro, Pfund, Yen und indischen Rupien gestiegen. "Gold hat Allzeithochs in wichtigen Währungen wie Euro, Schweizer Franken und Pfund erreicht", sagte Mario Innecco, Broker bei MG Global Ltd., der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Die Anleger wollen Papier loswerden und kaufen eine Währung, die nicht der Inflation unterliegt. Das ist Gold."

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