Edelmetallpreise
Engpässe treiben Platin

Die Angst vor weiteren Produktionsausfällen in Südafrika treibt die Platinpreise weiter an. Nach dem Rekordstand vom Montag geht es wahrscheinlich noch weiter nach oben. Die anhaltende Energiekrise am Kap sorgt dafür, dass sich allein Autobauer große Vorräte zulegen.

DÜSSELDORF. Die Furcht vor Versorgungsengpässen treibt den Platinpreis unaufhörlich weiter nach oben. Am Montag notierte das Edelmetall über 1 800 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und war so teuer wie nie zuvor. Zu den Gründen für den Preisanstieg zählt die anhaltende Energiekrise in Südafrika. Wegen der Stromausfälle hatten mehrere Minen ihre Produktion stoppen müssen. Im Wochenverlauf wurde auch von Eindeckungskäufen der Autohersteller berichtet. „Ich bin hundertprozentig sicher, dass die Autobauer einen zwei- bis dreimonatigen Vorrat an Platin zusammenkaufen“, sagte Yukuji Sonoda von Daiichi Commodities der Nachrichtenagentur Reuters. Laut Wolfgang Wreszniok-Rossbach von Heraeus stehen auf der Käuferseite „aber mehr die Spekulanten, weniger industrielle Endverbraucher“. Er schätzt die Ausfälle auf etwa 150 000 Unzen.

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