Edelstein-Markt
Experten erwarten Diamantenfieber

Der Preis für Rohdiamanten dürfte in den kommenden Jahren in die Höhe schnellen, sagen Experten. Denn einerseits ist die Nachfrage nach teurem Schmuck ungebrochen. Andererseits steuert der Diamanten-Markt wegen knapper werdender Vorkommen auf eine Angebotslücke zu.
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KAPSTADT. Der Diamanten-Markt steuert in den nächsten Jahren auf eine Angebotslücke zu. Die alten Minen werden weltweit schneller ausgebeutet als neue Vorkommen erschlossen werden können. Diese Entwicklung und der erwartete Preisanstieg lassen alte Marktgerüchte wieder aufleben. Der britisch-südafrikanische Bergbaukonzern Anglo American will seinen Anteil an dem Diamantenhaus De Beers weiter ausbauen, hieß es vor wenigen Tagen. Anglo American ziele auf den 40-Prozent-Anteil der Familie Oppenheimer, berichtete die britische "Sunday Times" ohne Nennung von Quellen.

Gerüchte um De Beers

Das Geschäft, sollte es zustandekommen, wird auf mindestens drei Milliarden Dollar geschätzt. Schon heute hält Anglo fast 45 Prozent an De Beers. Die restlichen 15 Prozent gehören der Regierung von Botswana. Gerüchte um De Beers gab es schon mehrfach. Die Entstehung der Spekulationen kommt zum jetzigen Zeitpunkt nicht überraschend. Nach einer schwierigen Phase zeichnet sich am Diamanten-Markt eine Erholung ab. Für das traditionell besonders wichtige Weihnachtsgeschäft werden erneut gute Zuwächse erwartet; schon im Vorjahr war das Weihnachtsgeschäft besser gelaufen als erwartet.

Unter Beobachtern gelten Diamanten als gute Anlage. "Sie sind rar - und werden zunehmend rarer werden" prognostiziert etwa der ehemalige De-Beers-Chef Gareth Penny. Die immer noch dominante Stellung von De Beers wird zwar am Markt oft kritisiert, doch haben die Strategen des weltweit größten Rohdiamantenförderers der ganzen Branche in der Krise geholfen. "Wir müssen De Beers und den anderen großen Produzenten dankbar sein, dass sie die Förderung Anfang letzten Jahres enorm reduziert haben", sagt John Bristow, Chef von Rockwell Diamonds. Schließlich sei dadurch ein noch größerer Preisverfall gestoppt worden.

Seit einigen Monaten ist nun das Vertrauen in den Diamanten-Markt zurückgekehrt. Unterstützt wurde dies durch eine harte Verknappungspolitik der großen Anbieter: Teure Minen wurden geschlossen, die Rohdiamantenpreise angehoben und die vorhandenen, enormen Schulden von den Akteuren reduziert. Symptomatisch für diese Trendwende steht De Beers, das Unternehmen kontrolliert etwa 40 Prozent des internationalen Handels mit Rohdiamanten. Bereits im ersten Halbjahr 2010 hatte sich der Umsatz um gleich 84 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar erhöht. Am Gesamtmarkt belaufen sich die Umsätze auf rund 13 Milliarden Dollar.

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  • @Domenq: Es ist schon erstaunlich, was Sie so von sich geben. De facto keine Ahnung. Dann fragen Sie doch mal beim Juwelen TV nach:
    1 Krt. D if - exc.-exc.-exc. - nil mit HRD oder GiA?
    Wie viele Sie davon bekommen können am Weltmarkt, sowie zu welchem Preis? Denn sie wissen nicht was sie tun! TALENTFREi und nur UNVERSCHÄMT, ohne auch nur ein wenig Ahnung der Realität zu besitzen!

    Artikel # 4: Anstatt seriöse Diamantaire, welche explizit nur nach KP arbeiten, zu besudeln, sollte es ihnen ihr Anstand verbieten, einen derartigen Mist zu verfassen, um es anonym auch noch zu platzieren!
    Wenn keine Ahnung, dann halt den Mund halten - ok ?

  • Es gibt keinerlei Gründe, warum die Diamantenpreise in die Höhe schnellen !
    Das Angebot ist riesig, die Verarbeitung in Asien billig. Das Verknappungskartell der "De beers" funktioniert nicht mehr.
    Einfach mal die Realitäten im Juwelen-TV zur Kenntnis nehmen.

  • Sie sind doch eine(r) die selbst brillis aus Sierra Leone um den Hals hängt, obwohl dort blut, Gewalt, Ausbeutung, usw. steht. Am liebsten würde ich zusehen, wie sie sich mit dem Halskettchen neben die Menschen stellen, denen Hände abgehackt wurden, weil Sie ihre Sklavenarbeiten u.a. für De beers nicht nachgekommen sind.
    Wie verlogen sind Sie eigentlich?
    ihre eigenen Kinder sollen in diesen Minen für die Schwarzen denen Sie und ihre Klientel unrecht taten schuften bis zum umfallen!
    Sie werden ihren gerechten Lohn noch erhalten!
    Das ist so sicher wie der Tod.

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