Devisen + Rohstoffe
Eichel übt scharfe Kritik an Entscheidung der Bundesbank zu Goldverkäufen

Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat die Entscheidung der Bundesbank zu den Goldverkäufen scharf kritisiert.

dpa-afx HAMBURG. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat die Entscheidung der Bundesbank zu den Goldverkäufen scharf kritisiert. "Die Bundesbank wird selber erklären müssen, warum sie als einzige der 15 Zentralbanken, die am Goldabkommen beteiligt waren, und trotz des sehr hohen Goldpreises die Verkaufsoption nicht ausübt. Das ist schwer einsichtig zu machen", sagte Eichel der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" (Dienstagsausgabe). Die Bundesbank will in diesem Jahr, abgesehen von einer sehr kleinen Menge, kein Gold verkaufen.

Die Bundesbank hatte zuvor erklärt, sie werde voraussichtlich erst Ende kommenden Jahres einen Teil ihrer Edelmetallreserven verkaufen. Eichel hatte dagegen gehofft, dass der Gold-Verkauf helfen würde, den Bundesbankgewinn für 2004 und damit die Abführung an den Bund zu erhöhen. Eichel benötigt 2005 einen Zentralbankgewinn von zwei Mrd. Euro.

Eichel unterstellte der Bundesbank indirekt eine mangelnde gesamtwirtschaftliche Verantwortung. "Es ist ihre Zuständigkeit, das respektiere ich", sagte er mit Blick auf die Verkaufsentscheidung. "Aber ich kriege ja auch oft Ratschläge aus Frankfurt, also werde ich doch wenigstens Fragen stellen dürfen. Immerhin geht es hier um die Frage nach dem sinnvollsten Umgang mit Volksvermögen, und wie man es womöglich mehren kann", sagte Eichel.

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