Ein „Beinah-25-Jahres-Hoch“
Deutliche Goldpreis-Korrektur verunsichert Anleger

Nach einer außergewöhnlich volatilen Woche hat Gold am Freitag mit einem Unzenpreis von zeitweise deutlich unter 500 Dollar die Marktteilnehmer verunsichert. Und für einige Experten ist die Kurskorrektur noch nicht ausgestanden, da japanische Anleger immer noch ihre Verkaufspositionen in den Markt drücken wollten.

HB LONDON/ZÜRICH. „Wir haben diese Woche eine Spanne von nahezu 50 Dollar durchmessen, welches nach meiner Meinung Anleger mindestens bis zu Beginn des neuen Jahres verschreckt hat und womit das Feld nun Spekulanten und japanischen Investoren überlassen ist“, sagte Simon Weeks von Scotia Mocatta. Gold hatte im Laufe der Woche eine eindrucksvolle Rallye mit einem Beinah-25-Jahreshoch von 540,90 Dollar gekürt, fiel aber am Freitag auf bis zu 493,70 Dollar.

Einige Händler geben dem gelben Metall jedoch bessere Karten und rechnen damit, dass potenzielle Käufer, die bisher noch im Seitenaus verharrten, jede Kurskorrektur zum Einstieg nutzen könnten und das des weiteren insbesondere vor Weihnachten die physische Nachfrage für Stabilität sorgen sollte. Aussagen dazu, ob der Markt schon die Talsohle erreicht habe, wären aber noch verfrüht, sagte Edlemetall-Analyst Alan Williamson von der Bank HSBC.

Gegen Handelsschluss in Europa notierte Gold bei 504,40/505,20 nach 506,60/507,40 Dollar je Feinunze am Vortag. Der tiefste Stand des Tages war mit 493,70 Dollar erreicht. Das zweite Londoner Fixing erfolgte bei 507,00 Dollar nach 502,50 Dollar am Morgen und 506,25 Dollar am Donnerstag. Eine Schweizer Grossbank gab den Gold-Kilopreis mit 20.838/21.008 (Vorabend 20.907/21.157) sfr an.

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