Einigung im Atomstreit
Iran dreht den Ölhahn auf

Für Verbraucher eine gute Nachricht: Die Annäherung der westlichen Staaten an den Iran wird den Ölpreis weiter drücken. Aber nicht, weil das Land mehr fördert – sondern weil der Intimfeind den Markt in die Knie zwingt.
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Die historische Einigung im Atomstreit mit dem Iran macht ein Ende der internationalen Sanktionen möglich – und hat enormen Einfluss auf den Ölpreis. Die beiden Rohöl-Benchmarks für USA und Europa, West Texas Intermediate (WTI) und Brent, fielen am Dienstag in der Spitze um mehr als zwei Prozent, nachdem erste Meldungen über eine Einigung veröffentlicht worden waren. 

Der Preis für WTI fiel in der Spitze um 1,29 US-Dollar auf 50,91 Dollar. Ein Fass Brentöl gab um mehr als zwei Prozent auf 56,61 Dollar nach. Noch am vergangenen Freitag hatte Brentöl knapp unterhalb von 60 US-Dollar gekostet.

„Neuigkeiten über eine bevorstehende Einigung im Atomstreit haben viele Erwartungen und Befürchtungen geweckt, dass der Iran künftig wieder eine Versorgungsquelle in einem überversorgten Markt ist“, sagt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank.

Denn der Iran als ehemaliger zweigrößter Rohöl-Lieferant im Ölförder-Kartell Opec will mit dem Ende der Sanktionen wieder eine stärkere Rolle auf den Öl- und Gasmärkten spielen. „Wir wollen einen Anteil, der unseren Öl- und Gasreserven gerecht wird“, hatte der iranische Ölminister Bijan Namdar Zanganeh bereits im vergangenen Monat im Interview mit dem Handelsblatt gefordert.

Nach seinen Angaben will das Land innerhalb von sieben Monaten den Export um eine Million Barrel pro Tag erhöhen und damit wieder den alten Stand erreichen. Denn seit den Sanktionen gegen Iran waren die Ausfuhren auf rund eine Million Barrel pro Tag mehr als halbiert worden. Der Iran will auch seine verlorenen Marktanteile in Asien zurückgewinnen. In die Region könnte rund die Hälfte des iranischen Öls geliefert werden.

Experten bezweifeln aber, dass der Iran so schnell seine Ausfuhren erhöhen kann – unter anderem sieht das auch Commerzbank-Analyst Weinberg so. Die Investmentbank Goldman Sachs hat vor der Einigung erwartet, dass es sechs bis zwölf Monate dauere, um die Produktion alleine um 500.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. „Der iranische Energiesektor wurde durch jahrelange Sanktionen teilweise zerstört und ist, weil vieles dichtgemacht wurde,  nicht in der Lage für einen Neustart “, meint auch Harry Tchilinguirian, Energieexperte von BNP Paribas.

Nach Angaben der Internationalen Energie Agentur hat Iran aber rund 17 Millionen Barrel Rohöl in Tankern auf See gelagert, die sofort verkauft werden könnten. Weitere 22 Millionen Barrel eines speziellen Leichtöls stünden ebenfalls auf Tankern bereit.

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Saudi Arabien auf Rekordkurs

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  • ob ein normaler Mensch wirklich auf so ein Niveau herab lässt ??

  • Es gibt ein paar Länder, die schlauer waren, als die Kolonial-Mächte (Thailand, IRAN,...). außerdem gehört der IRAN zu den Ländern, die es bisher geschafft haben, dass sie sich nicht dem Weltkartell von Geld und Medien haben beugen müssen.

    Wenn Sie mal die übergeordneten Bewegungen der Weltgeschichte betrachten, erkennen sie immer mehr, dass sich die Achse D-RUS-CN langsam aber sicher ausbaut. Und dagegen haben die Vertreter von der Idee des "Eigenständigen Universums" keine Chance.

    Obwohl Putin durch die Öffnung des IRAN Marktes eigentlich verliert (zusätzliches Gas und etwas Öl), waren es eigentlich nur Russland und Deutschland, die dafür gesorgt haben, dass die Tauben siegen.

    Und so wie man die offenen Atombomben seit den 80zigern ächtet, wird man auch die Staaten ächten, die brutal über andere Völker herfallen. Opfer wie GAZA, Iraq und Nordafrika wird es in 20 - 40 Jahren nicht mehr geben.

  • oh je

    wen die das wirklich machen ist doch der Einmarsch von USA schon vorprogrammiert.

    Das ging bisher jedem Staat so der nicht auf der Basis von Dollar sein Öl handeln wollte.

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