Eisenerzpreise
Goldman rechnet mit Einbruch von 30 Prozent

Die China-Krise zieht weitere Kreise: Die rückläufige Nachfrage aus China und die Abwertung des Yuan belasten den Eisenerzmarkt. Auch das wachsende Angebot wird laut Experten für einen enormen Preisrückgang sorgen.
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SingapurDie Notierungen für Eisenerz könnten nach Ansicht von Goldman Sachs in den kommenden 18 Monaten um weitere 30 Prozent einbrechen. Hintergrund seien das wachsende Angebot und rückläufige Nachfrage aus China, so die Analysten Christian Lelong and Amber Cai in einer Studie.

„Die Abwertung des Yuan und die jüngsten Angebotsverzerrungen sind lediglich ein Zwischenspiel am Eisenerzmarkt“, heißt es in der Studie vom 14. August. „Die Angebotsausweitung wird sich kurzfristig fortsetzen. Der Sommer 2015 ist die Ruhe vor dem Sturm.“ Zwar gehe die Stahlproduktion in China saisonal im dritten Quartal zurück, doch andererseits verstärke sich das Angebot an Eisenerz, nachdem einige Produktionsprobleme gelöst seien.

Für die kommenden Quartale rechnet Goldman mit einem kontinuierlichen Preisrückgang von 48 Dollar in den Monaten Oktober bis Dezember auf 46 Dollar in den ersten drei Monaten 2016 und dann auf 44 Dollar. Die Prognosen passen in das Bild einer Empfehlung der Australia & New Zealand Banking Group. Das Institut rät zum Aufbau von Shortpositionen auf Eisenerz und rechnet mit einem Fall unter 50 Dollar je Tonne.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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