Ende der Rally
Energieagentur rechnet mit sinkendem Ölpreis

Die Rohölmärkte dürften sich nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur im Winter weiter beruhigen. Voraussetzung sei jedoch, dass es zu keinen unvorhergesehenen Ereignissen komme, teilte die Organisation am Mittwoch mit.

HB PARIS. Die seit Jahresbeginn anhaltende Aufwärtsspirale des Ölpreises hat nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) ihren höchsten Punkt erreicht. Die Agentur teilte am Mittwoch mit, die wieder steigenden weltweiten Ölvorräte deuteten auf einen Rückgang der Nachfrage hin. Außerdem sei weltweit das Wachstum gesunken - nicht zuletzt wegen der hohen Energiekosten.

Die Rohöllagerbestände der Mitgliederstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) seien zwar von August auf September um 10 Mill. Barrel auf 2,597 Mrd. Barrel gefallen. Damit lägen die Bestände aber noch um 2 Mill. Barrel über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Der Rekordpreis für Rohöl bei 55,67 US-Dollar in New York Mitte Oktober war laut IEA nur ein kurzzeitiger Ausreißer. Darauf deuteten auch die Terminkontrakte hin. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank am Mittwoch bis auf 47,05 Dollar.

Aber auch die Fundamentaldaten signalisieren laut IEA einen Rückgang des Rohölpreises. Die Lagerbestände in den wichtigsten Ölverbrauchsländern seien gefallen. Gleichzeitig bleibe die Produktion der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) auf einem sehr hohen Niveau.

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