Energieressourcen
BP rechnet weiter mit hohem Ölpreis

Obwohl die hohen Wachstumsraten bei der Energienachfrage weltweit etwas abflachen, müssen sich Verbraucher zumindest beim Öl auf anhaltend hohe Preise einstellen. Auch die Gaspreise bleiben dem Energiebericht des Ölkonzerns zufolge auf hohem Niveau.

HB BERLIN. „Kurzfristig sehen wir wenig Hoffnung, dass der Ölpreis unter 60 Dollar pro Barrel sinkt“, sagte BP-Chefökonom Christof Rühl am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung des vielbeachteten Weltenergieberichts des Ölkonzerns BP. Trotz Bemühungen um die Erschließung neuer Kapazitäten werde der Ölpreis auch „bis 2010 nicht unter 40 Dollar je Barrel sinken“.

Der Gaspreis wurde 2005 dem Bericht zufolge von den Ölpreisen mitgezogen und auch von Kapazitätsausfällen nach den schweren Stürmen in den USA bestimmt. Rühl verwies zudem darauf, dass in Deutschland bei international vergleichbaren Importpreisen die Endkundenpreise höher lägen als etwa in Großbritannien. Die Kohlepreise sinken zwar nach seiner Darstellung derzeit, doch nimmt die Bedeutung des Energieträgers in Europa im Gegensatz zum Rest der Welt ab.

Insgesamt wuchs die Nachfrage nach Energie weltweit dem Bericht zufolge 2005 deutlich langsamer als im Jahr zuvor: nämlich um 2,7 Prozent nach 4,4 Prozent. Hintergrund ist offenbar eine Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch in den USA und China. So sank in den USA bei 3,5 Prozent Wachstum der Energieverbrauch um 0,1 Prozent. Sondereffekt waren dabei wohl die schweren Stürme im Sommer: Der Nachfrageabfall wurde vor allem in den Monaten danach registriert, als die Preise in die Höhe schnellten.

Auch im energiehungrigen China flachte die Nachfragekurve etwas ab. Hatte der Zuwachs beim Energiebedarf 2004 bei 15,5 Prozent gelegen, waren es 2005 noch 9,5 Prozent - obwohl das Wirtschaftswachstum unverändert bei 9,9 Prozent lag. Für die weltweiten Märkte spielte dem BP-Bericht zufolge vor allem eine Rolle, dass Engpässe bei der Stromgewinnung unter anderem durch Wasserkraft verringert wurden. Folglich sank der Bedarf an Kohle zur Verstromung. China ist dem Bericht zufolge gleichzeitig größter Produzent und Abnehmer von Kohle.

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