Energieträger
Ölpreis-Anstieg treibt Diesel auf Rekordhoch

Der Ölpreis marschiert weiter auf ein Rekordhoch zu. Am Dienstag notierte US-Leichtöl im Computerhandel an der New Yorker Rohstoffbörse zunächst nahezu unverändert bei 77,48 Dollar pro Barrel (159 Liter).

HB SINGAPUR/HONKONG. Am Vortag hatte der Preis aber zugelegt. Damit ist der Höchststand von Anfang August mit 78,77 Dollar nur noch wenig entfernt. Auch Benzin und Diesel sind in Deutschland teuer.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Ölpreis um 2,66 Dollar zugelegt. Fachleute erwarten weitere Preissteigerungen. Mit Spannung wurde am Dienstag das Ergebnis einer Sitzung der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) in Wien erwartet, bei der auch über Förderquoten beraten werden sollte.

Der amtierende Opec-Präsident Mohammed al Hamli hat erneut die Verantwortung seiner Organisation für die zurzeit Rekord- nahen Rohölpreise zurückgewiesen. Zum Auftakt der 145. Konferenz der Opec-Ölminister sagte al Hamli am Dienstag, seine Organisation sei sich der Probleme bewusst, die die hohen Preise mit sich brächten. Die „Unberechenbarkeit“ des internationalen Ölmarktes sei jedoch „ohne jeden Zweifel“ nicht ein Ergebnis einer Rohölknappheit.

„Der Markt ist gut versorgt, die Lagerbestände befinden sich auf einem gesunden Niveau und die Förderreserven haben sich verbessert“, betonte der Minister. Al Hamli gab keinerlei Hinweise, ob die anwesenden Minister bei der regulären Tagung in Wien eine Erhöhung der Förderquoten beschließen würden. Allerdings werde man den Markt weiter beobachten und „rechtzeitig und adäquat reagieren, wenn es Hinweise auf eine Verknappung gebe.

Eine Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) in Hamburg betonte, es sei wieder viel Spekulation im Markt. Zudem sei die Hurrikan-Saison in den USA noch nicht beendet. Wirbelstürme hatten in den vergangenen Jahren schon öfter die Förderung von Öl beeinträchtigt.

Die hohen Ölpreise machen sich auch an den Tankstellen bemerkbar. Der Durchschnittspreis für einen Liter Diesel ist einem Städtevergleich des ADAC zufolge so hoch wie nie zuvor. Demnach müssen Autofahrer in Erfurt am tiefsten in die Tasche greifen. Der dortige Preis von 1,207 Euro je Liter Diesel sei der höchste Städte-Durchschnittspreis, den der ADAC jemals an Markentankstellen ermittelt habe, hieß es im monatlichen Kraftstoff-Preisvergleich des Verkehrsclubs.

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