Enttäuschung über US-Arbeitsmarkt löst Dollarverfall aus
Euro erstmals über 1,34 Dollar

Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht hat am Freitagabend einen regelrechten Dollarverfall ausgelöst. Der Kurs des Euro sprang erstmals seit seiner Einführung an den Finanzmärkten 1999 über 1,34 Dollar.

dpa-afx FRANKFURT. Auch gegenüber dem Yen gab der Dollar kräftig nach. In der Spitze kletterte der Euro bis auf 1,3 442 Dollar und übertraf damit die erst am Donnerstag erreichte alte Rekordmarke von 1,3 383 Dollar deutlich. Im Tagesverlauf legte der Euro in der Spitze um knapp 1,4 Cent zu.

Zuletzt kostete der Euro 1,3 429 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3 300 (1,3 314) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 519 (0,7 511) Euro. In der laufenden Woche hat der Euro damit an vier von fünf Handelstagen neue Höchstmarken erreicht.

"Der Euro hat den alten Rekord nicht in einem großen Sprung, sondern schrittweise überwunden", sagte Devisenexperte Rainer Sartoris vom Bankhaus Hsbc Trinkaus & Burkhardt. Nach einem kurzen Zögern der Märkte habe die Enttäuschung an den Devisenmärkten über den unerwartet geringen Stellenzuwachs in den USA aber überwogen. Die US-Wirtschaft hatte im November außerhalb der Landwirtschaft mit einem Beschäftigungszuwachs von 112 000 deutlich weniger neue Stellen geschaffen als von Volkswirten erwartet.

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