Devisen + Rohstoffe
Eon an Gasaktivitäten von Yukos interessiert

Der Energieversorger Eon hat Interesse an den Gasaktivitäten des von Zerschlagung bedrohten russischen Ökonzerns Yukos geäußert. "Falls sie auf den Markt kämen, könnten wir sie uns anschauen", sagte Eon-Chef Wulf Bernotat der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe).

dpa-afx FRANKFURT. Der Energieversorger Eon hat Interesse an den Gasaktivitäten des von Zerschlagung bedrohten russischen Ökonzerns Yukos geäußert. "Falls sie auf den Markt kämen, könnten wir sie uns anschauen", sagte Eon-Chef Wulf Bernotat der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe). Ebenfalls am Donnerstag berichtete die "Financial Times", dass die Yukos-Führungsriege Russland aus Angst vor den Strafverfolgungsbehörden verlassen habe.

Laut Eon-Chef geht das deutsche Unternehmen das Thema mit großer Vorsicht heran: "Alles, was mit Yukos zusammenhängt, ist erheblichen rechtlichen Risiken unterworfen. Wir müssten daher sehr genau prüfen, ob wir uns damit beschäftigen wollen."

Die russische Regierung will im Dezember die Ölfördertochter von Yukos, das Kerngeschäft des Konzerns, zwangsversteigern. Damit sollen laut offiziellen Angaben Steuerschulden des Konzerns von 20 Mrd. Dollar beglichen werden. An dem Ölgeschäft ist Eon laut Bernotat jedoch nicht interessiert.

"FT": Yukos-Führung Flieht AUS Russland

Unterdessen schreibt die "Financial Times" in ihrer Donnerstagausgabe, die Führung des russischen Ölkonzerns Yukos habe aus Angst vor Verfolgung durch die Moskauer Justiz das Land verlassen. "Im Moment ist nicht ein einziges Mitglied des Vorstands in Russland", sagte eine mit der Situation vertraute Person der "FT". Der Konzern werde faktisch aus dem Ausland gesteuert.

Der Yukos-Finanzchef, Bruce Misamore, halte sich in Großbritannien auf. Er sagte der "FT", er werde nicht nach Russland zurückkehren, solange er sich nicht sicher sei, dass "meine Freiheit und meine Sicherheit nicht in Gefahr sind". Misamore sagte weiter, Büros des jetzigen Konzernchefs Steven Theede seien durchsucht worden. Theede solle ebenfalls in London sein.

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