Ermittlungen der Regierung
Rohstoffpreise in China brechen ein

Die Ölpreise haben sich im asiatischen Handel kaum verändert. Die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober 74,65 US-Dollar. Anleger warten auf neue Lagerdaten aus den USA. In China stehen die Rohstoffbörsen in unter Druck - Die Regierung nimmt spekulative Rohstofffonds unter die Lupe.
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HB SINGQAPUR. Die Spekulanten halten ihr Pulver zunächst trocken: Die Ölpreise haben sich am Donnerstag zunächst kaum verändert. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober 74,65 US-Dollar. Das waren zwei Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg geringfügig um einen Cent auf 78,18 Dollar.Die Rohstoffbörsen in China gaben spürbar nach. Ansonsten warten viele Marktteilnehmer auf neue Öllagerdaten aus den USA. Wegen eines Feiertags zu Wochenbeginn werden die Daten einen Tag später als gewöhnlich veröffentlicht

Trotz des konstanten Preisniveaus sorgten sich Händler über Berichte, wonach die Regierung Chinas eine Untersuchung spekulativer Rohstofffonds eingeleitet habe. Das führte zu hohen Kursverlusten an den dortigen Rohstoffbörsen. Die Behörden untersuchten vor allem die Entwicklungen am Gummi-Markt, sagte Analyst Wang Linling von Guantong Futures. Sein Kollege Garry Booth von MF Global betonte, nach den Eingriffen auf dem Immobilienmarkt seien dies weitere Bemühungen der chinesischen Regierung, ein Überhitzen der Konjunktur und ein Anziehen der Inflation zu verhindern.

Der an der Börse Shanghai gehandelte Januar-Kontrakt für Kautschuk brach um 4,2 Prozent ein, nachdem er zuvor noch ein neues 25-Monats-Hoch markiert hatte. Sojaöl verlor in der Spitze vier Prozent und Sojaschrot 3,5 Prozent. Die US-Futures auf Sojaöl notierten daraufhin 1,8 Prozent schwächer.

Auch bei den Industriemetallen gaben die Kurse in China kräftig nach. Kupfer, Zink und Aluminium verloren zeitweise 4,5 bis 5,5 Prozent. In ihrem Sog gaben auch die Preise an der London Metal Exchange (LME) nach. Kupfer und Aluminium verbilligten sich jeweils um rund zwei Prozent. Zink rutschte sogar um 3,6 Prozent ab.

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  • Das war ja einmal ein richtiger Schritt von denen in Peking. Fahrt den Spekulanten nur in die Parade. die brauchen nicht spekulieren, und die brauchen auch keine 50000-euro-Autos aus Deutschland !

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