Erneut Preisrunde an Tankstellen
US-Ölpreis stoppt Talfahrt

Die amerikanischen Rohölpreise sind am Dienstag erstmals seit der Talfahrt nach der Freigabe von Öl und Treibstoff aus den strategischen Reserven der Internationalen Energie-Agentur IEA wieder gestiegen. An deutschen Tankstellen pendelte sich unterdessen der Kraftstoffpreis mit der ersten Preisrunde seit zehn Tagen auf hohem Niveau ein.

HB NEW YORK/HAMBURG/LONDON/WIEN. Die Ölkonzerne hatten die Preise für Benzin und Diesel am Montag erhöht, teilten Sprecher der Branche in Hamburg mit. Bei Diesel betrug die Erhöhung zwei Cent je Liter, bei Benzin war sie regional unterschiedlich. Der bundesweite Durchschnittspreis für Superbenzin beträgt damit an Markentankstellen ungefähr 1,36 €, Diesel kostet 1,13 € je Liter. Das sind bei Benzin gut zehn Cent weniger als während des absoluten Hochstandes nach dem Hurrikan „Katrina“.

Das Preisniveau sei jedoch nach wie vor sehr hoch, sagte eine Sprecherin von ExxonMobil. Rohöl der Nordsee-Sorte Brent notiert immer noch bei 60 Dollar je Barrel, eine Tonne Benzin kostet in Rotterdam 670 Dollar. Der Höchststand lag hier bei 850 Dollar. Die Ölkonzerne begründeten die Preiserhöhung mit gesunkenen Margen durch den Wettbewerb auf dem deutschen Markt.

Am New Yorker Warenterminmarkt Nymex legte Rohöl zur Oktoberauslieferung im elektronischen Handel um 0,7 % oder 42 Cent auf 63,76 Dollar je Barrel zu. Heizöl verteuerte sich um 1,1 % und Benzin um 0,74 %. Beobachter befürchteten, dass wegen der steigenden Heizölnachfrage im Herbst die Benzinproduktion bei den Raffinerien leiden könnte.

In den USA waren die Ölpreise wegen des Hurrikans „Katrina“ bis auf ein Rekordniveau von 70,85 Dollar gestiegen. Nach der Freigabe von insgesamt 60 Mill. Barrel Öl und Treibstoff aus den Reserven der IEA sowie einer Nachfrageabschwächung wegen der Rekordpreise folgte innerhalb weniger Tage ein Preissturz von 10,6 % auf 63,34 Dollar je Barrel (159 Liter).

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