Erneuter Rubelverfall

Russland stoppt die Devisenkäufe

Kein Ankauf von Fremdwährung mehr – die russische Notenbank wird ihre Devisenreserven mit Blick auf die schwankenden Märkte vorerst nicht weiter aufstocken. Im Winter hatte die Bank mit den Käufen den Rubel gestützt.
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Die russische Notenbank hat den Ankauf von Fremdwährungen für ihre Devisenreserven gestoppt. Quelle: dpa
Rubelverfall in Russland

Die russische Notenbank hat den Ankauf von Fremdwährungen für ihre Devisenreserven gestoppt.

(Foto: dpa)

MoskauDer zunehmend schwache Rubel ruft die russische Notenbank auf den Plan. Der Ankauf von Fremdwährungen für die Devisenreserven sei mit Wirkung vom Dienstag vorerst eingestellt worden, teilte die Bank of Russia am Mittwoch mit. Als Grund nannte sie erhöhte Schwankungen an den Währungsmärkten. Beobachter erklärten, mit dem wieder fallenden Rubel seien Devisenkäufe problematisch geworden, weil diese den Abwärtstrend der russischen Währung verstärkten. Der russische Rubel gewann nach Bekanntwerden des Kaufstopps an Wert.

Die russische Notenbank hatte in den vergangenen Monaten Fremdwährungen wie den US-Dollar gekauft. Damit sollten die Devisenreserven, die insbesondere um die Jahreswende herum stark abgenommen hatten, wieder gefüllt werden.

Im Winter hatte die Notenbank den Rubel mit hohen Devisenverkäufen stützen müssen. Der Rubel war wegen der Ukraine-Krise und der Sanktionen durch den Westen sowie stark fallender Ölpreise erheblich unter Druck geraten. Seither stabilisierte sich die russische Währung wieder.

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
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Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

Platz 9: Hongkong Dollar
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Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

Platz 8: Schweizer Franken
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Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

Platz 7: Australischer Dollar
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Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

Platz 6: Kanadischer Dollar
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Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

Platz 5: Yuan
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Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

Platz 4: Yen
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Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

In den vergangenen Wochen hatte der Rubel aber wieder deutlich an Wert verloren. Ein Grund waren abermals fallende Preise für Rohöl – zusammen mit Erdgas das wichtigste Exportprodukt Russlands. Beobachter gehen zudem davon aus, dass der Druck auf viele Schwellenländerwährungen wie den Rubel noch zunehmen wird, sobald die US-Notenbank mit Leitzinsanhebungen beginnt.

  • dpa
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