Erstmals seit fünf Jahren
Brent-Öl fällt unter die 65-Dollar-Marke

In den USA sind die Vorräte an Rohöl deutlich gestiegen. Das beschleunigt die Talfahrt der Preise, was wiederum negativ für Gold ist. Brent-Rohöl fiel erstmals seit über fünf Jahren unter die 65-Dollar-Marke.
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Frankfurt, New YorkDie Ölpreise haben am Mittwoch erneut deutlich nachgegeben. Nach Veröffentlichung der US- Lagerbestandsdaten beschleunigte sich die Talfahrt. Brent-Rohöl fiel erstmals seit über fünf Jahren unter die Marke von 65 Dollar je Barrel. In diesem Jahr sind die Ölpreise bereits um mehr als 40 Prozent gesunken.

In den USA sind die Vorräte an Rohöl in der vergangenen Woche um 1,45 Mio. Barrel gestiegen, wie das Energieministerium am Nachmittag europäischer Zeit mitteilte. Analysten hatten in einer Bloomberg-Umfrage hingegen einen Rückgang um 2,7 Mio. Barrel erwartet. „Alles deutet darauf hin, dass die Preise weiter in den Keller gehen“, sagte ein Händler. Zwar seien niedrigere Energiekosten durchaus positiv für die Wirtschaft. Doch beunruhige das Tempo des Preisverfalls.

Auslöser des jüngsten Preissturzes waren neue Daten vom US-Ölmarkt, die einen überraschend starken Anstieg der Lagerbestände in der vergangenen Woche zeigten. Die für die Finanzmärkte richtungsweisende Öl-Sorte Brent verbilligte sich in der Spitze um 4,9 Prozent auf 63,56 Dollar je Barrel (159 Liter), US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 60,43 Dollar 5,3 Prozent weniger. Beide Sorten sind damit so günstig wie im Zuge der Finanzkrise im Sommer 2009.

Wegen des Schieferölbooms in Nordamerika ist mehr Öl auf dem Markt, als die Welt angesichts der mauen Konjunkturentwicklung braucht. So geht die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) für das nächste Jahr von einem weltweit geringeren Ölverbrauch aus als bislang. Die Nachfrage nach Opec-Öl werde auch deutlich unter den derzeitigen Fördermengen liegen.

Zusätzliche Belastungen für die Ölpreise gingen von Äußerungen aus dem iranischen Ölministerium aus. Sollte die OPEC weiterhin unsolidarisch agieren, sei ein Abrutschen des Ölpreises auf 40 Dollar je Barrel möglich, hieß es.

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  • Der Ölpreis fällt unter 60 Dollar pro Fass in der nächsten Woche, oder? Fällt der bis zum ersten Handelstag des neuen Jahres am 2. Januar, schon unter 50 Dollar pro Barrel? Wann wird er wieder bei 10 Dollar ankommen, wie 1999? Da können ja die großen Ölmultis vor lachen kaum gehen. Deren Gewinne steigen unermesslich, oder? Die verlieren doch nicht etwa auch? Wie werden die Gewinnprognosen aussehen, wenn der Ölverbrauch der Menschheit, trotz 3,3 Prozent Wachstum der Weltwirtschaft, weiter sinkt? Verteilt sich der Gewinn pro Fass auf jedes einzelne Fass der Förderung oder wird der ganze Gewinn mit den letzten verkauften Fässern erzielt, wenn sich die Kosten wieder eingenommen wurden? Ich vergaß: Die Betriebswirtschaft hat mit der VWL überhaupt nichts zu tun, oder?

  • "Ergebnis: Es macht die Superreichen noch reicher, die Armen bleiben natürlich arm, und die Mittelschicht wird in die Armut getrieben!"

    Kurz nach dem morgendlichen Zähneputzen ist das doch mal eine Aussage und musste als Kommentar festgehalten werden!

  • Wohin geht das ganze gedruckte Geld?

    Offensichtlich im wesentlichen in NICHT-innovative Bereiche wie Immobilien und andere vergleichbare Assets.

    Ergebnis: Es macht die Superreichen noch reicher, die Armen bleiben natürlich arm, und die Mittelschicht wird in die Armut getrieben!

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