EU
Euro sinkt nach US-Arbeitsmarktbericht

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Freitag nach einem positiv aufgenommenen US-Arbeitsmarktbericht unter 1,19 Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Abend mit 1,1 864 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1919 (Donnerstag 1,1920) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8 390 (0,8 389) Euro.

Der Arbeitsmarktbericht signalisiert nach Einschätzung der Dekabank ein starkes Wirtschaftswachstum aus den USA. Die Zahl der Beschäftigten war um 243 000 zum Vormonat gestiegen. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit 206 000 neuen Jobs gerechnet. Die Beschäftigtenzahl und die gestiegenen Stundenlöhne sprächen für einen anhaltend robusten Konsum, sagte Dekabank-Expertin Gabriele Widmann. Da der Markt bereits vor den Daten mit Blick auf die US-Wirtschaft sehr euphorisch war, sei aber nicht mit anhaltenden Kursgewinnen für den Euro zu rechnen.

Nach den robusten Daten gehen die Experten von weiteren Leitzinserhöhungen in den USA aus. Nach Einschätzung der Dekabank dürfte der Leitzins im laufenden Jahr von derzeit 4,50 Prozent auf 5,00 Prozent steigen. Jedoch sei in der zweiten Jahreshälfte mit einer Abschwächung der US-Konjunktur und auch mit einem Ende des Zinserhöhungsprozess zu rechnen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 862 (0,6 858) britische Pfund , 141,11 (140,10) japanische Yen und 1,5 664 (1,5 635) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 544,75 (547,25) Dollar gehandelt.

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