EU
Frankreichs Finanzminister sorgt für Kursverluste des Euro

dpa-afx FRANKFURT. Kritische Äußerungen des französischen Finanzministers Thierry Breton zur jüngsten Rallye des Euro haben die Gemeinschaftswährung am Mittwoch deutlich sinken lassen. "Die Wechselkurse müssen aufmerksam beobachtet werden", sagte Breton. Eine zu starke Aufwertung zum Dollar müsse verhindert werden. Der Eurokurs fiel daraufhin bis auf das Tagestief von 1,2 725 Dollar. Am Nachmittag hatte der Euro noch mehr als 1,29 Dollar gekostet.

"Der politische Druck auf die EZB, ihre Zinsen nicht oder nur in geringem Maße zu erhöhen, dürfte nun wieder zunehmen", begründete Devisenexperte Björn Bender von Helabatrust die deutlichen Kursverluste. Zwar sei nicht zu erwarten, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) in ihre Zinspolitik hineinreden lasse. Die Breton-Äußerungen seien aber für viele Marktteilnehmer ein willkommener Anlass gewesen, um nach den zuletzt starken Kurszuwächsen des Euro nun Gewinne einzustreichen.

Spekulationen über ein bevorstehendes Ende der Zinserhöhungsrunde in den USA sowie gestiegene Zinserwartungen in der Eurozone haben den Euro seit Jahresbeginn um zeitweise mehr als zehn US-Cent steigen lassen. Ein teurer Euro verschlechtert die Exportaussichten der Euroländer.

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