EU-Opec-Treffen
Wirtschaft muss sich auf hohen Ölpreis einstellen

Die Weltwirtschaft muss nach Einschätzung von EU und Opec weiterhin mit hohen Ölpreisen fertig werden. Trotz der Erhöhung der Opec-Förderung sorge die steigende weltweite Ölnachfrage für Risiken, teilten EU und die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) gemeinsam nach ihrem ersten Treffen am Donnerstag in Brüssel mit.

HB BRÜSSEL. „Der Preis wird vermutlich hoch bleiben“, sagte der kuwaitische Energieminister und Opec-Präsident Scheich Ahmed Fahad. Der anhaltende Höhenflug der Ölpreise hat laut Erklärung mehrere Gründe. Dazu gehöre das starke globale Wirtschaftswachstum mit einer entsprechend steigenden Öl-Nachfrage, verminderte Vorratskapazitäten, Engpässe bei den Raffinerien, weltweite Krisen und mehr Geschäft an den Öl-Terminmärkten.

Alle Beteiligten wollen die Stabilität des Ölmarktes verbessern und die Preise auf einem „vernünftigen Niveau“ halten, hieß es in der Erklärung. Die Konferenz habe Schwächen in der Verarbeitung gezeigt, sagte der luxemburgische Wirtschaftsminister Jeannot Krecké als Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft. „Bei den Raffinerien sind Investitionen nötig.“ Zu den Preisen sagte er: „Da ist sehr viel Spekulation drin - diese müssen wir losbekommen.“ Dies sei Aufgabe beider Seiten.

Der Opec-Präsident sagte, bisher habe es keine Versorgungsengpässe gegeben. „Es gibt aber Ängste in Bezug auf die Versorgungssicherheit in der Zukunft.“ Krecké sagte, die EU freue sich darüber, dass die Opec versuche, den Nachfrageanstieg zu befriedigen. Die Opec stellt etwa 40 Prozent der weltweiten Ölförderung. Der Dialog zwischen EU und Opec soll fortgesetzt werden.

Der Preis für Rohöl der Opec pro Barrel (159 Liter) war am Mittwoch auf 50,21 US-Dollar gefallen, 53 Cent weniger als am Vortag. Dagegen stieg der US-Ölpreis am Donnerstag leicht.

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