Euro bei 1,38 Dollar: Dollar holt zum Yen auf

Euro bei 1,38 Dollar
Dollar holt zum Yen auf

Starke Zugewinne für den japanischen Yen und den koreanischen Won – der Euro zeigt sich hingegen unverändert. Zurückzuführen ist die Entwicklung auf jüngste Impulse der europäischen und japanischen Zentralbanken.
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Frankfurt/SydneyDer Dollar hat am Mittwoch zum Yen etwas Boden gutgemacht. Mit 102,10 Yen notierte er am Mittag über dem Vortagesschluss von 101,79 Yen. Am Vortag hatte eine Absage der japanischen Notenbank an zusätzliche Konjunkturspritzen den Dollar um mehr als einen Yen einbrechen lassen. Das war der größte Tagesverlust seit mehr als sieben Monaten. Der Dollar habe nun ein Niveau erreicht, auf dem man ihn gut zurückkaufen könnte, erklärte ein Händler in London. Insgesamt blieben Händler aber pessimistisch für den Greenback.

„Das Stimmungsbild an den Devisenmärkten ist gegenwärtig gekennzeichnet durch eine ausgeprägte Dollar-Schwächeneigung“, sagte Unicredit-Analyst Armin Mekelburg. Davon profitiere auch der Euro, der mit rund 1,38 Dollar nahezu unverändert zum Vorabend notierte. „Allerdings dürften die Märkte angesichts der jüngsten Aussagen mehrerer EZB-Vertreter zur geldpolitischen Relevanz des Euro-Kurses von einem aggressiven Kaufverhalten Abstand nehmen“, fügte er hinzu. Börsianer vermuten, dass bei Kursen ab 1,40 Dollar die EZB zumindest verbal eingreifen könnte.

Zur Wochenmitte richtet sich der Fokus am Devisenmarkt auf die US-Notenbank Fed. Die Zentralbank wird am Abend das Protokoll der letzten Zinssitzung veröffentlichen. Fed-Chefin Janet Yellen hatte im März gesagt, dass etwa sechs Monate nach Beendigung der Wertpapierkäufe durch die Notenbank mit steigenden Zinsen in den USA gerechnet werden könne.

„Ich erwarte beim Dollar eine Bodenbildung”, sagte Masato Yanagiya, Leiter Devisenhandel bei Sumitomo Mitsui Banking. Die zuversichtliche Beurteilung der Wirtschaftsentwicklung in den USA sei weiter intakt.

Der Franken war zum Euro kaum verändert bei 1,2187. Zum Dollar gab der Franken um 0,1 Prozent ab und notierte bei 88,43 Rappen je Dollar. Der Yen notierte zum Euro um 0,1 Prozent leichter bei 140,62. Zum Dollar verlor der Yen erstmals nach drei Tagen mit Aufschlägen und notierte 0,2 Prozent im Minus bei 102,04 Yen je Dollar.

Südkoreas Won befestigte sich gegenüber dem Dollar auf dem höchsten Stand seit 2008. Für einen Dollar wurden zuletzt 1041,55 Won bezahlt, rund ein Prozent weniger als am Vortag. Marktteilnehmer rechnen damit, dass Südkoreas Notenbank der Aufwertung nicht entgegentreten wird. Der Won steige etwas kräftig, sagte Ryoo Sang Dai, Direktor bei Südkoreas Notenbank in Seoul, im Interview mit Bloomberg News am Mittwoch. Die Notenbank verfolge die Entwicklung aufmerksam.

Der Yen hatte am Mittwoch im fernöstlichen Devisenhandel zugelegt. Händler verwiesen auf die jüngsten Äußerungen der japanischen Notenbank, die weiteren Konjunkturspritzen eine Absage erteilt hatte. Zum Euro notierte der Yen mit 140,53 Yen. Der Dollar fiel zur japanischer Währung auf 101,89 Yen. Der Euro tendierte zum Dollar wenig verändert mit 1,3792 Dollar. Die Schweizer Währung wurde mit 0,8840 Franken je Dollar und 1,2193 Franken je Euro gehandelt.

Agentur
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