Euro belastet
Griechen-Sparpaket verunsichert Investoren

Am Mittwoch stimmt das griechische Parlament über die geplanten Einsparungen und Steuererhöhungen ab. Am Devisenmarkt macht sich Unsicherheit breit. Allerdings warten viele Händler offenbar das Ergebnis der US-Wahl ab.
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FrankfurtDie Unsicherheit der Investoren über die Haltung des griechischen Parlaments zum neuen Sparpaket der Regierung hat den Euro am Dienstag belastet. Schwache Daten zur Industrie in Deutschland drückten die Währung zusätzlich nach unten, so dass sie sich nahe eines Achtwochentiefs zum Dollar bewegte. Die Gemeinschaftswährung notierte um 1,2783 Dollar und damit 0,1 Prozent niedriger als am Vortag.

Die Abgeordneten werden am Mittwoch wahrscheinlich über die nunmehr geplanten Einsparungen und Steuererhöhungen im Volumen von 13,5 Milliarden Euro abstimmen. Ein Ja ist entscheidend für die Auszahlung der dringend benötigten neuen Hilfstranche der internationalen Geldgeber. Umfragen zufolge zeichnet sich eine knappe Mehrheit für das Sparpaket ab. Allerdings sind für Dienstag und Mittwoch im ganzen Land Generalstreiks geplant.

Am 11. November steht dann eine Abstimmung über den Haushalt an. Am Montagabend erklärte Klaus Regling, Direktor des Europäischen Stabilitätsmechanismus, die Eurozone benötige mehr Zeit, um mit der durch Griechenland ausgelösten Krise fertigzuwerden, da der Konjunktureinbruch der schlimmste seit den 1930er Jahren sei.

“Der Euro wird verkauft, da sich der Markt auf die Risiken im Zusammenhang mit Griechenland und Spanien konzentriert”, sagte Junichi Ishikawa, Analyst bei IG Markets Securities Ltd. in Tokio. “Im aktuellen Umfeld kann man den Euro nicht kaufen.”

In Deutschland ist der Auftragseingang in der Industrie im September so stark wie seit einem Jahr nicht mehr gesunken. Die Aufträge gingen saison- und inflationsbereinigt um 3,3 Prozent zurück, teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin am Dienstag mit. Volkswirte hatten in einer Bloomberg-Umfrage ein Minus von 0,4 Prozent erwartet.

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Umsätze vergleichsweise gering

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  • Lieber Herr Badoglio,
    1. Wir Deutsche leben z.Z. wie Gott in Frankreich und z.T. auf Kosten der schwächeren EU-Länder die sich gegen unsere Exportlawine wegen der EU-Verträge (Freihandelszone) nicht wehren können und nicht wehren dürfen. Somit können wir unsere Arbeitslosigkeit dank unseres Leistungsbilanzüberschusses exportieren (16 Milliarden im Schnitt PRO MONAT und das seit circa 17 Jahren)
    2. Die paar Milliarden die wir jährlich netto an Brüssel zahlen müssen sind Peanuts im Verhältnis zum Leistungsbilanzüberschuss den wir durch unseren Mitgliedsbeitrag an Brüssel (EU) realisieren dürfen und können.
    3. Den meisten Deutsche geht es besser als anderen EU-Bürger, außerdem ist es egal wie es den anderen EU-Ländern geht, und wenn in Griechenland, Spanien und Portugal die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 50% liegt, wen juckt denn das? Den Herr Weidmann und Sie bestimmt nicht und mich schon gar nicht!
    4. Eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse wurde nie vereinbart, also sollen die arme Länder immer ärmer werden und die reiche immer reicher. So verstehe ich die von der deutsch-französische Achse diktierte EU-Verträge.
    5. Sollte uns etwa nicht passen dann können wir aus der EU und EURO austreten, wir werden nicht unbedingt gebraucht. Zur Zeit des Römischen Reich hat Germanien auch nicht zu Europa gehört!
    Und da lief in Europa alles bestens, ohne uns!

  • @ soso,
    "weiß ich was du sagen willst" und nur darauf kommt es an.
    Wer verstehen will kann es verstehen.

  • Zitat….Seit 18 Jahren hat Spanien, Portugal, Griechenland über 50% Jugendarbeitslosigkeit?

    Ist mir neu.

    Zitat…..Seit circa 18 Jahren hat Deutschland einen Leistungsbilanzüberschuss von durchschnittlich 17 Milliarden Euro pro Monat.
    Diesen Leistungsbilanzüberschuss wurde überwiegend in der Währungsunion und dank der Überschuldung der Länder Südeuropas erreicht.
    Verhängnisvoll war dass die Gewinne die deutsche Konzerne in diesen Länder erzielt haben überwiegend ins Nichteuroausland und z.T. in den ehemaligen Ostblockländer reinvestiert wurden.

    Das ist ja schon ein Wiederspruch in sich.

    Zitat….Wurde dieses Problem zu spät erkannt um ein Auseinanderbrechen der Währungsunion, die die Franzosen in erster Linie gewollt haben, zu verhindern?
    Diese Entwicklung war aber vorauszusehen…..

    Und wieder ein Wiederspruch.^^

    Aber zumindest weiß ich was du sagen willst. Denke ich mal.^^

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