Euro/Dollar
Euro sinkt wegen Fed-Spekulation

Spekulationen um eine mögliche Nachfolge der US-Notenbankchefin Janet Yellen lassen den Dollar steigen. Trump sprach mit Kandidaten, die für einen strafferen Kurs in der Geldpolitik stehen. Der Euro verliert moderat.
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Spekulationen auf eine künftig etwas straffere Gangart der US-Notenbank Fed haben am Dienstag den Dollar angeschoben. Der wichtige Währungen umfassende Dollar-Index stieg um 0,2 Prozent. Vor allem der Euro trat den Rückzug an und notierte mit 1,1755 Dollar rund einen halben US-Cent unter dem Montagsniveau von meist über 1,18 Dollar. „Spekulationen, dass US-Präsident Donald Trump Fed-Chefin Janet Yellen nach Ablauf ihrer Amtszeit im Februar nächsten Jahres mit einem geldpolitischen Falken ersetzen könnte, verliehen dem US-Dollar Auftrieb“, sagte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Einem Insider zufolge trifft Trump sich am Donnerstag mit Amtsinhaberin Janet Yellen.

In der vergangenen Woche hatte der US-Präsident den Ökonomen John Taylor von der Standford-Universität getroffen. Medienberichten vom Montag zufolge soll er Trump beeindruckt haben. Taylor gelte als Verfechter einer regelgebundenen Geldpolitik, sagte Nguyen. „Die von ihm aufgestellte und wohl bekannteste geldpolitische Regel, die Taylor-Regel, würde aktuell einen deutlich höheren Leitzins unterstellen, weswegen angenommen wird, dass Taylor einer deutlich strafferen Geldpolitik zugeneigt ist.“ Daher sei ganz klar: Sollte Trump Taylor als Nachfolger von Yellen nominieren, würde der US-Dollar im ersten Moment deutlich aufwerten.

Als mögliche Kandidaten gelten auch Wirtschaftsberater Gary Cohn und Fed-Direktor Jerome Powell. Auch eine Verlängerung von Yellens Amtszeit ist nicht ausgeschlossen. Trumps Stabschef John Kelly hatte vor kurzem allerdings erklärt, eine Entscheidung stehe nicht unmittelbar an.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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