Euro/Dollar Eurokurs legt leicht zu - rasante Talfahrt bei Rubel und Lira

Seit Beginn der Woche konnte der Euro um fast ein Prozent zulegen. Am Devisenmarkt spielte vor allem die politische Lage im Nahen Osten eine wichtige Rolle.
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Euro Dollar, Währung, Devisen, Wechselkurs, EUR/USD Quelle: Reuters
Euro und Dollar

In den beiden Währungen wird ein Großteil des Welthandels abgewickelt.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Euro hat am Mittwoch seine Kursgewinne vom Vortag etwas ausgebaut. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2389 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Morgen. Seit Beginn der Woche konnte der Euro damit um fast ein Prozent zulegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2384 (Dienstag: 1,2361) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8075 (0,8090) Euro.

Am Markt spielte die politische Lage im Nahen Osten eine wichtige Rolle. US-Präsident Donald Trump hatte mit einem unmittelbar bevorstehenden Militärschlag gegen Syrien gedroht. „Russland hat geschworen, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Mach' Dich bereit, Russland, denn sie werden kommen (...)“, schrieb Trump beim Kurznachrichtendienst Twitter. Nach den Aussagen geriet der Dollar unter Druck, und der Euro konnte im Gegenzug etwas zulegen.

Außerdem erhielt die Gemeinschaftswährung weiter Auftrieb durch Äußerungen des österreichischen Notenbankchefs und EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny vom Vortag. Dieser hatte eine erste Anhebung des Einlagensatzes zur Diskussion gestellt, ohne jedoch einen konkreten Zeitpunkt zu benennen. Der Einlagensatz liegt derzeit bei minus 0,4 Prozent. Er ist damit eine Art Gebühr, die Geschäftsbanken hinterlegen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken.

Analysten der Commerzbank warnten in einem Kommentar davor, die Äußerungen Nowotnys „für bare Münze zu nehmen“. Die Aussagen des österreichischen Notenbankchefs seien „nicht immer der verlässlichste Indikator“ für die Entscheidungen der EZB. Die Notenbank hatte in einer E-Mail darauf hingewiesen, dass die Äußerungen Nowotnys nicht die Ansicht des EZB-Rats widerspiegelten.

Weiter auf Talfahrt sind die Währungen Russlands und der Türkei. Im Tagesverlauf verlor der Rubel im Handel mit dem Dollar etwa 2,5 Prozent an Wert. Seit Ende der vergangenen Woche hatte die Ankündigung neuer US-Sanktionen gegen Russland die Währung um mehr als 11 Prozent einbrechen lassen. Erneut starke Verluste gab es auch bei der türkischen Lira, die im Handel mit dem Dollar erneut auf ein Rekordtief fiel.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87360 (0,87183) britische Pfund, 132,26 (132,28) japanische Yen und 1,1855 (1,1792) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete im freien Handel am Nachmittag 1353,19 Dollar - 13,55 Dollar mehr als am Vortag. Gefixt wurde die Feinunze Gold in London zuletzt am Dienstag mit 1338, 95 (Montag: 1331,95) Dollar.

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  • dpa
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