Euro/Dollar Eurokurs steigt auf höchsten Stand seit Ende 2014

Der Euro befindet sich auf Höhenflug: Er ist so viel wert, wie seit 2014 nicht mehr. Das bedeutet massive Bewegungen am Devisenmarkt.
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Euro Dollar, Währung, Devisen, Wechselkurs, EUR/USD Quelle: Reuters
Euro und Dollar

In den beiden Währungen wird ein Großteil des Welthandels abgewickelt.

(Foto: Reuters)

SingapurDer Euro hat am Freitag im frühen Handel die Gewinne der vergangenen Tage ausgebaut. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,2555 US-Dollar und damit so viel wie seit Dezember 2014 nicht mehr. Damit gewann der Euro im Wochenverlauf bisher rund 3 Cent.

Seit Ende 2016 legte die europäische Gemeinschaftswährung fast 22 Cent oder rund 20 Prozent zu. Das ist für den Devisenmarkt eine massive Bewegung, die derzeit viele Konzerne in Europa zu spüren bekommen, da der starke Euro bei der Umrechnung von im Ausland getätigten Geschäften auf die Umsätze und Gewinne drückt.

Nach Einschätzung der Commerzbank-Devisenexpertin Esther Reichelt wird am Markt immer stärker darauf spekuliert, dass die EZB wegen des robusten Aufschwungs bei der Geldpolitik den Fuß vom Gaspedal nehmen wird. Außerdem rückt die hohe Verschuldung in den USA stärker in den Fokus, was den Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verleiht.

Das hatte vor etwas mehr als einem Jahr ganz anders ausgesehen. Damals hatte es viele Experten wie die Volkswirte der Deutschen Bank oder Goldman Sachs gegeben, die einen Rutsch unter die Marke von einem Dollar voraussagten. Inzwischen hat sich der Wind gedreht. So gehen viele Volkswirte derzeit davon aus, dass der Euro erst einmal weiter zulegen wird.

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  • dpa
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3 Kommentare zu "Euro/Dollar : Eurokurs steigt auf höchsten Stand seit Ende 2014 "

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  • Unter den blinden Währungen ist die einäugige König.

  • Der weiche Euro! In den Staaten befuerchtet man ein Zinshoch, in Euroland vorlaeufig nicht.
    Waere Grund fuer eine Dollar-Hausse. Auch die US-Steurreform waere Grund fuer eine
    Dollar-Hausse. Mal wieder die Bestaetigung, dass der Devisen-Markt unvorhersehbar ist.
    Die Notenbanken sollten nicht dagegen halten - irgendwann laeuft die Spekulation aus.
    Die Warenstroeme reagieren nicht so empfindlich auf die Devisen-Bewegungen. Speziell
    bei Fertigprodukten moechte der Kunde das Produkt - egal ob es sich etwas verteuert oder
    nicht.

  • Und warum wird dann das Benzin nicht billiger?

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