Euro dümpelt
Asmussen warnt vor Billiggeld

Der Europreis lässt zum Wochenstart etwas nach, nachdem er sich auf den asiatischen Märkten zunächst behaupten konnte. Da allerdings heute nicht alle Börsen öffnen, erwarten Händler einen verhaltenen Markt.
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FrankfurtDer Euro ist am Montag auf der Stelle getreten. Wegen Feiertagen in den USA und Großbritannien blieb der Handel dünn, nur der deutsche Topnotenbanker Jörg Asmussen konnte mit Aussagen zur ultralockeren Geldpolitik leichte Akzente setzen. Am Nachmittag stand die europäische Gemeinschaftswährung kaum verändert bei 1,2940 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2939 (Freitag: 1,2939) Dollar festgesetzt.

„Der Wochenauftakt verläuft ruhig, denn nicht nur in Deutschland und der Eurozone stehen keine relevanten Datenveröffentlichungen an, sondern auch in Großbritannien und den USA gibt es feiertagsbedingt nichts zu berichten“, kommentierte Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Etwas Unterstützung erfuhr der Euro allerdings durch den deutschen EZB-Direktor Asmussen, der abermals vor den Folgen der Politik des billigen Geldes warnte.

Insbesondere die Möglichkeit, die Kreditvergabe der Banken über eine Art „Strafzins“ anzukurbeln, bewertete Asmussen in Berlin kritisch. „Man sollte sehr vorsichtig sein bei der Diskussion, ob die EZB einen negativen Einlagenzins einführen könnte.“ Die Banken im Euroraum horten massenhaft überschüssige Liquidität bei der Zentralbank. Sollten diese Mittel mit einer Parkgebühr belegt werden, könnte viel Geld die Währungszone verlassen. Das würde den Euro belasten. Deshalb reagiert der Kurs empfindlich auf Aussagen zu diesem Thema.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85560 (0,85695) britische Pfund, 130,59 (131,25) japanische Yen und 1,2452 (1,2466) Schweizer Franken festgelegt. Die Feinunze Gold wurde am Freitagnachmittag in London mit 1390,25 (Vortag: 1380,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 680,00 (Freitag: 33 780,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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