Euro
Erholung nach dem Zypern-Schock

Nachdem Zypern-Schock ist der Euro wieder etwas auf die Beine gekommen. Am Morgen war er noch auf einem Drei-Monats-Tief.
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Frankfurt Der Euro ist am Mittwoch nach dem Zypern-Schock wieder etwas auf die Beine gekommen. Die Hoffnung, dass sich doch noch eine Lösung zur Rettung der pleitebedrohten Mittelmeerinsel findet, stütze die Gemeinschaftswährung, sagten Händler. Am Nachmittag kostete der Euro 1,2945 Dollar. Am Morgen war er noch bis auf 1,2857 Dollar gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2945 (Dienstag: 1,2944) Dollar fest. Am Abend rückt die US-Notenbank in den Fokus.

Wie es nach der geplatzten Parlamentszustimmung für den umstrittenen Hilfsplan in Zypern weitergeht, ist ungewiss. Die Regierung sucht verzweifelt nach Wegen, die von der Eurogruppe geforderten 5,8 Milliarden Euro Selbstbeteiligung am Rettungspaket aufzutreiben. Russland soll angepumpt werden, auch die Ausgabe von Staatsanleihen, die unter anderem die Kirche zeichnen könnte, soll erwogen werden. Überlegt wird wohl auch, ob sich die Zwangsabgabe auch auf Bankanleihen erstrecken könnte.

Im weiteren Handelsverlauf richten sich die Blicke am Devisenmarkt in die USA, wo die Notenbank Federal Reserve neue Entscheidungen sowie Projektionen für Wachstum, Inflation und Arbeitsmarktentwicklung bekanntgibt. Es wird mit einer Bestätigung des expansiven Kurses gerechnet. Fed-Chef Ben Bernanke wird im Anschluss vor die Presse treten. Zuletzt hatten die Spekulationen zugenommen, das erst Ende 2012 beschlossene Anleihekaufprogramm könne früher als geplant auslaufen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85520 (0,85585) britische Pfund, 123,69 (123,49) japanische Yen und 1,2222 (1,2218) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1607,50 (1610,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39 420,00 (39 140,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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