Euro gegen Dollar
Die Währungswette

Euro oder Dollar – wer ist der Stärkere? Oder besser: Wer ist weniger schwach? Zuletzt konnte keine der beiden Währungen vollends überzeugen. Doch das muss nicht so bleiben. Zwei Redakteure schließen eine Wette ab.
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DüsseldorfDie beiden wichtigsten Währungen der Welt – Euro und Dollar – haben mit Problemen zu kämpfen. Sie leiden unter der lockeren Geldpolitik ihrer Notenbanken, ebenso wie unter der schwachen Konjunktur in Europa und den USA. Andererseits gibt es auch Grund für Optimismus. Die Gefahr eines Zusammenbruchs des Euros scheint gebannt und in den USA gibt es erste Signale, dass die Wirtschaft wächst.

Das alles beeinflusst den Wechselkurs. In diesem Jahr ging es erst für den Euro aufwärts, dann legte der Dollar zu, zuletzt wieder der Euro. Unter dem Strich stehen beide Währungen genau dort, wo sie Anfang des Jahres waren. Es herrscht ein Gleichgewicht. Aber das muss nicht so bleiben. Die Frage, welche Währung langfristig besser dasteht, wird in unserer Redaktion kontrovers diskutiert. Die beiden Handelsblatt-Redakteure Jan Mallien und Jörg Hackhausen schließen eine Wette ab.

Hackhausen: Der Dollar wird den Euro klar abhängen. Und wir wissen beide warum: Entscheidend sind die Notenbanken. Die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA wird Kapital in den Dollar fließen lassen. Meine Prognose: In einem Jahr steht der Euro nur noch bei 1,20 Dollar!

Mallien: Niemals! So schnell werden sich die Amis nicht von ihrer lockeren Geldpolitik verabschieden. Denen geht’s um Wachstum. Deshalb werden sie ihre Notenpresse ganz bestimmt nicht abschalten – Inflation hin oder her.

Hackhausen: Die Fed wird die Zinsen zwar nicht so bald erhöhen, also nicht in diesem und auch nicht im nächsten Jahr, aber sie wird sich eher bewegen als die Europäische Zentralbank (EZB). Die muss dafür sorgen, dass der Euro überhaupt überlebt – und sich deshalb auf Jahre hinaus auf Niedrigzinsen festlegen.

Mallien: Die Fed hat eine andere Tradition als die vorsichtigere EZB. Deshalb hat der Dollar langfristig auch immer abgewertet. Im Bretton-Woods-System fester Wechselkurse hat der Dollar noch 4,20 D-Mark gekostet – heute liegt er umgerechnet nur noch bei 1,50 D-Mark. Der Euro wird aufwerten und in einem Jahr 1,50 Dollar kosten!

Hackhausen: Das Argument wäre stichhaltig, wenn es die D-Mark noch gäbe. Vielleicht werden wir die eines Tages wiederbekommen, wer weiß. Aber bis dahin wird der Euro abwerten. Die EZB hat ihre Vorsicht doch inzwischen abgelegt – weil sie nicht mehr anders konnte. Die nächste Stufe der Eskalation steht schon bevor: Bald könnte es negative Einlagezinsen geben, dann müssten Banken zahlen, wenn sie Geld parken. Ganz anders die Fed. Sie hat sehr früh damit begonnen, Geld zu drucken. Aber genauso wird sie früher dran sein, sich wieder von der Politik des billigen Geldes zu verabschieden. Voraussetzung ist natürlich, dass sich die US-Wirtschaft weiter erholt.

Mallien: Die Fed wird kein Risiko eingehen und den Fuß eher zu lang als zu kurz auf dem Gaspedal lassen. Nicht nur die US-Wirtschaft erholt sich, sondern auch die Wirtschaft der Euro-Zone. Bei 1,20 Dollar lag der Euro auf dem Höhepunkt der Krise. Da dachten alle: Bald bricht er zusammen. Jetzt ist die Gefahr gebannt. Damit werden Anlagen im Euro-Raum wieder attraktiv. Verglichen mit den USA sind Vermögenswerte in der Euro-Zone sehr billig.  

Kommentare zu " Euro gegen Dollar: Die Währungswette"

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  • Das mit den 4,20 DM für einen Dollar war nach dem verlorenen Krieg von den Amerikanern zu ihrem Vorteil so festgelegt, denn sie benutzten Deutschland als billige Werkbank.

  • @ das war und ist keine werbefläche! soviel angst? angst ist ein schlechter ratgeber!

    denne mal so:
    fed ca. 1,5% eigenkapital
    ecb ca. 3.6% .....
    boj ca. 2.2......
    pboc ca. 4-5%........

    der artikel war eine einfache zusammenfassung eigenkapital ausstattungen dieser vier notenbanken, welche für 75% der weltweiten emittierten fiat geldmenge stehen........und einfache fragen, wie is noch ne rekapitalisierung möglich, wenn unterwasser usw. usf. mit dem fazit:

    neues internationales währungsabkommen sollte langsam auf der tagesordnung kommen.

  • O-Ton Zensur-Kasper
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    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette
    -----------------------

    Achso.

    Verweise auf das US-Schatzamt (http://www.treasury.gov/resource-center/data-chart-center/tic/Documents/mfh.txt) und eine gemeinnützige Organisation (http://www.usdebtclock.org/) sind jetzt "Werbung".

    ....

    Leute - bitte fleißig klicken!

    Vielleicht kann sich das Handelsblatt dann irgendwann etwas anderes als einen Klippschüler als Zensur-Kasper leisten.

    Oder zumindest für seine Zensur-Kasper Kurse mit dem Thema "Was ist ein Quellenbeleg" anbieten.

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