Euro-Gipfel
Optimismus lässt Euro-Kurs steigen

Im Vorfeld des Euro-Gipfels sind Händler vorsichtig optimistisch. Während der Euro-Kurs stieg, fielen Renditen für spanische und italienische Anleihen. Das Drama um den verschuldeten US-Haushalt beunruhigt die Anleger dafür kaum.
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FrankfurtAufkeimende Zuversicht über eine Lösung für die Schuldenkrise in Europa hat den Euro auf rund 1,42 Dollar geschoben. Am Rentenmarkt fiel die Rendite der zuletzt arg gebeutelten zehnjährigen Anleihe Spaniens erstmals in dieser Woche wieder unter die psychologisch wichtige Sechs-Prozent-Marke.

Auch Italien und Portugal konnten sich über geringere Risikoaufschläge für die Refinanzierung am Kapitalmarkt freuen.

„Der Markt geht davon aus, dass sich Sarkozy und Merkel bei den Vorbesprechungen für den Gipfel annähern“, sagte MM-Warburg-Händler Volker Weber. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen sich im Vorfeld des für morgen angesetzten Euro-Gipfels.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso erklärte zudem, die Kommission dränge auf ein ehrgeiziges und umfassendes Herangehen. Kanzlerin Merkel hatte noch am Vortag Hoffnungen auf einen großen Wurf der Euro-Politiker gedämpft.

Am Markt setzten einige Anleger auf Berichte, wonach der Rettungsschirm EFSF künftig mit umfangreicheren Aufgaben ausgestattet werden könnte. Auch Barroso erklärte, der Rettungsschirm müsse breiter und flexibler einsetzbar sein.

Aus Kreisen der Euro-Zone verlautete, dass flexible Kreditlinien und der Ankauf von Bonds durch den EFSF am Sekundärmarkt diskutiert würden. Allerdings habe Deutschland - die größte Volkswirtschaft im Euroland - noch nicht zugestimmt. Dies drückte den Euro kurz wieder unter 1,42 Dollar. Mit 1,4240 Dollar hatte die Gemeinschaftswährung zuvor in der Spitze rund einen US-Cent höher als am Vorabend in New York notiert.

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